Geilenkirchen: Junge Leute wollen neu bauen und nicht alt kaufen

Geilenkirchen: Junge Leute wollen neu bauen und nicht alt kaufen

Besuch von Gabi Kals-Deußen, Vorsitzende der Fraktion „Für GK!“, und Helmut Gerads, Ortsverbandsvorsitzender der Bürgerliste und stellvertretender Fraktionsvorsitzender, erhielt Bürgermeister Georg Schmitz. Die beiden Kommunalpolitiker übergaben ihm im Rathaus eine Liste mit 19 Unterschriften von Bürgern, die an Baugrundstücken in Gillrath und Hatterath interessiert sind.

Dabei handelt es sich um das Ergebnis einer Bedarfsabfrage in ihrem Wahlkreis.

In regelmäßigen Abständen laden Kals-Deußen und Gerads die Bürger der Dörfer Gillrath, Hatterath, Nierstraß und Panneschopp zu einem Austausch über aktuelle Themen ein. Kürzlich ging es im Hatterather Dorfhaus auch um das Thema Baugebiete für Gillrath und Hatterath. Wie beide nun erklärten, hätten sie immer wieder den Wunsch junger Menschen nach einem Baugrundstück gehört.

Diese, so Kals-Deußen und Gerads, wollten im Dorf bauen, in den Vereinen bleiben, sich um Eltern und Großeltern kümmern. Viele Familien seien darauf angewiesen, dass Eltern sich um den Nachwuchs kümmern. Und die jungen Leute wollten nicht in ihrem Dorf alt kaufen, sondern neu bauen. Außerdem gebe es in ihren Orten so gut wie keine Häuser zu kaufen. Mit ihrer Unterschriftenaktion wollen Kals-Deußen und Gerads auf den Bedarf aufmerksam machen, um zu vermeiden, dass die jungen Leute wegziehen und die Dörfer veröden.

Aber nicht nur junge Leute, auch so genannte Best-Ager hätten den Wunsch nach Baugrundstücken geäußert, die in ihren Dörfern neue Häuser errichten wollen, um im gewohnten Umfeld barrierefrei zu wohnen. Kals-Deußen und Gerads baten deshalb Bürgermeister Georg Schmitz, sich für die Ausweisung entsprechender Flächen in Hatterath und Gillrath einzusetzen. Die Entwicklung weiterer Baugebiete in der Stadt Geilenkirchen hat bereits der Ausschuss für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung im April beschlossen.

Vorausgegangen war ein Antrag der Fraktion „Geilenkirchen bewegen! und FDP“ auf die Ausweisung neuer Bauflächen in Hünshoven, Immendorf und Würm. Deren Fraktionschef Wilfried Kleinen hatte in der Begründung des Antrages erklärt, dass die Stadt Geilenkirchen im Jahre 2013 mit der Kreissparkasse Heinsberg eine Grundstücksentwicklungsgesellschaft gegründet habe. Die Gesellschaft habe in Hünshoven eine Baufläche für 28 Baugrundstücke entwickelt, die alle an Bauwillige veräußert seien.

Derzeit würden in Teveren und Lindern Bauflächen geschaffen. „Junge Familien bewegen sich auf der Suche nach Baugebieten mittlerweile außerhalb der Stadt. So stirbt eine Stadt langsam“, hatte im Ausschuss Wilhelm-Josef Wolff („Geilenkirchen bewegen! und FDP“) erklärt.

Der Ausschuss beauftragte die Verwaltung daraufhin, eine mittelfristige Planung für die Entwicklung von Bauland vorzulegen. Man darf gespannt sein, ob das Anliegen der Gillrather und Hatterather auf offene Ohren stößt.

(st)
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