Geilenkirchen: Jugendfeuerwehr Geilenkirchen: Party zum 25. Geburtstag

Geilenkirchen : Jugendfeuerwehr Geilenkirchen: Party zum 25. Geburtstag

Es ist nicht so, dass Stadtjugendfeuerwehrwart Herbert Bündgens 25 Jahre auf ihn warten musste. Doch als der brandneue Flyer der Jugendfeuerwehr am Samstagnachmittag endlich vorlag, durfte Bündgens sich doch ein wenig mehr entspannen, schließlich war das doppelseitige, vielfarbige Druckwerk doch noch rechtzeitig vor der 25-Jahr-Feier fertig geworden.

In der Feuerwache am Theodor-Heuss-Ring hatten zu diesem Zeitpunkt nicht nur die Mitglieder der Jugendfeuerwehr sondern auch der Löscheinheit Geilenkirchen alle Hände voll zu tun. Schließlich sollte der Aufbau für die Party am Abend stehen.

Raum für Gedanken

So wurde die Feier zum „Silbernen Jubiläum“ nicht zum Event mit zahllosen Ansprachen, sondern zu einer Party mit kurzem offiziellem Teil und viel Raum fürs Nachdenken über Vergangenheit und Gegenwart. Dabei halfen neben den Bildern, die als Präsentation über die eigens installierte Leinwand liefen, auch die Worte von Herbert Bündgens. Der erinnerte sich an die Zeit vor 25 Jahren:

„Damals, 1992, wurde allen Beteiligten klar, dass es irgendwann zu Nachwuchssorgen bei der Feuerwehr kommen würde, und man dieser Entwicklung entgegensteuern müsse.“

Am 8. Oktober 1992 war es dann so weit. Die Jugendfeuerwehr wurde gegründet und hatte schon kurze Zeit später viele Mitglieder. Bis heute hat sich die Jugendfeuerwehr als lebendige Nachwuchsschmiede der Wehr in Geilenkirchen etabliert.

„Wenn ich durch die Reihen schaue, kann ich noch viele Gründungsmitglieder entdecken, die den Weg in die aktive Feuerwehr gefunden haben“, freute sich Bündgens.

Derzeit sei der Zulauf ungebrochen, „und ich mache mir keine Sorgen um den Nachwuchs der Feuerwehr“, sagte der Stadtjugendfeuerwehrwart auch im Namen von Wehrleiter Michael Meyer, der aus gesundheitlichen Gründen leider nicht teilnehmen konnte.

Dabei war allerdings Geilenkirchens Bürgermeister Georg Schmitz, der schon immer eine ganz besondere Beziehung zur Feuerwehr hatte. Er dankte den damaligen Initiatoren, dem früheren Stadtbrandmeister Christian Plum und den bisherigen Stadtjugendfeuerwehrwarten Matthias Heiligers, Stephan Winkens, Bastian Mänz, Sebastian Meyer und dem Amtsinhaber. Ihnen sei es gelungen, in einer Zeit, in der jungen Menschen gerne eine „Null-Bock-Einstellung“ nachgesagt werde, diese zur Mitarbeit im und für das Gemeinwesen zu begeistern.

„Natürlich sind die aktiven Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr die ‚Zugpferde‘ und Vorbilder für die Jugend“, so der Verwaltungschef. Das sei nicht nur an der beeindruckenden Zahl von 250.000 jungen Leuten zwischen zwölf und 17 Jahren abzulesen, die in den mehr als 18.200 Jugendfeuerwehren in Deutschland aktiv sind.

„Bei der Feuerwehr stehen besonders Werte wie Kameradschaft, Integration und Zusammenarbeit im Vordergrund, die neben der sportlichen Leistungsfähigkeit und dem Pflichtbewusstsein für eine funktionierende Feuerwehr notwendig sind“, fasste Schmitz zusammen.

Herbert Bündgens hatte da neben dem informativen Flyer, den er jedem ans Herz legte, noch eine ganz andere Interpretation parat. „Es erfüllt mich mit Stolz, der Chef einer so coolen Truppe zu sein“, schloss er unter dem Beifall der Anwesenden.