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Geilenkirchen: JU-Chef Lars Speuser: „Demokratie ist nicht billig“

Geilenkirchen : JU-Chef Lars Speuser: „Demokratie ist nicht billig“

Nicht nur die Geilenkirchener CDU, auch deren Jugendorganisation Junge Union blickt nach vorne. Sicherlich, so erklärt JU-Vorsitzender Lars Speuser, habe er klar hinter dem CDU-Kandidaten Ronnie Goertz gestanden, habe ihn im Straßenwahlkampf unterstützt und Plakate geklebt.

Dabei habe er eng mit den zwischenzeitlich aus der CDU ausgetretenen Parteifreunden Wilhelm-Josef, Leonhard Kuhn, Wilfried Kleinen und Theresia Hensen zusammengearbeitet. „Ich bedauere es sehr, dass sie ausgetreten sind. Das sind fähige Leute.“ Dem stimmt auch Norwin Sommerfeld, JU-Geschäftsführer, zu: „Sie haben stets junge Leute gefördert.“ Aber auch mit den Christdemokraten, die für den Krach in eigenen Reihen verantwortlich gemacht wurden — Barbara Slupik, Karl-Peter Conrads und Manfred Schumacher — arbeite er gut zusammen, sagt Speuser auch als Mitglied der Stadtratsfraktion.

Überhaupt setzen Speuser und die JU auf Zusammenarbeit. „Wir wollen ein Bündnis der Jungpolitiker, wir wollen den jugendpolitischen Nachwuchs aller Parteien an einen Tisch bekommen und gemeinsam junge Politik machen“, sagt Speuser. So könne man unter Umständen für junge Leute relevante Themen durchsetzen, obwohl die Mutterpartei ganz anderer Auffassung ist.

Mit „Junge Politik 2016“ ist die inhaltliche Arbeit der Jungen Union überschrieben, 19 Aktionen sind bereits jetzt fest eingeplant. Da gibt es ein Seminar für Vereine mit dem Kreissportbundvorsitzenden Ronnie Goertz, da ist ein Besuch auf der Awacs-Basis mit Diskussion über das Bild der Soldaten in der Gesellschaft geplant. Über aktuelle Politik und deren Auswirkungen wollen sich die Jungpolitiker auch in der Stadtverwaltung informieren.

Sicherlich werden die jungen Leute auch dem neuen Bürgermeister Georg Schmitz „Guten Tag“ sagen, denn: „Ich bin zwar viel für Ronnie Goertz gelaufen. Ich sehe aber auch die Bürgernähe von Georg Schmitz. Ich werde seine Arbeit unterstützen“, so Speuser. Ähnlich sieht es auch Norwin Sommerfeld: „Wenn Georg Schmitz seine Sache gut macht, legen wir ihm keine Steine in den Weg.“

Spricht man mit JU-Chef Speuser über die anstehende Wahl des CDU-Parteichefs, erklärt er : „Auch wenn es bei der Wahl des Bürgermeister-Kandidaten Ärger gegeben hat, sollte die Wahl des Parteivorsitzenden ebenso demokratisch sein. Da darf es keine Vorgaben geben. Demokratie ist nicht billig.“

Für „seine“ Organisation blickt er optimistisch in die Zukunft: „Wir sind ein starkes Team mit 16 Aktiven“, sagt er. Die mehr als 80 Mitglieder zählende politische Jugendorganisation kann sich über weiteren Zulauf freuen: Nach der Bürgermeisterwahl sind bereits fünf junge Leute eingetreten.

(st)