Geilenkirchen: Job- und Studienbörse „Be Future“: Ein Ringen um junge Talente

Geilenkirchen: Job- und Studienbörse „Be Future“: Ein Ringen um junge Talente

Jetzt kann Wilfried Kleinen das nächste Kapitel der Erfolgsgeschichte „Be Future“ aufschlagen: Bei der nächsten Auflage der Berufs- und Studieninformationsbörse im Geilenkirchener St.-Ursula-Gymnasium am 29. und 30. September werden sich 64 Aussteller präsentieren. Eigentlich, so freut sich Kleinen, hatten sich sogar 72 Interessierte gemeldet.

Doch der Platz reichte nicht, und so musste er einigen Firmen eine Absage erteilen. „Der Kampf um Talente ist auf dem Ausbildungsmarkt in den vergangenen Jahren stärker geworden“, nennt Kleinen einen Grund.

Er ist der Initiator von Be Future: Wilfried Kleinen bereitet jetzt schon die Messe für das Jahr 2018 vor.

Wie erfreulich die Entwicklung ist, zeigt ein Blick auf die erste Messe im Jahr 2006: Da präsentierten sich 15 Aussteller zwei Tage lang in der Stadthalle. Knapp 150 Besucher informierten sich über Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten.

In diesem Jahr rechnet Kleinen wieder mit rund 2000 Besuchern. Hatte er in den vergangenen Jahren alle Schulen im Kreis Heinsberg angeschrieben, so machte er in diesem Jahr auch die Schulen in Alsdorf, Aldenhoven, Baesweiler, Herzogenrath und Linnich auf den Termin aufmerksam. Unsere Zeitung begleitet Be Future seit Jahren schon als Medienpartner.

Wilfried Kleinen, bei der Bundeswehr für Personalgewinnung zuständig, hat als Aussteller viele Messen besucht. „Ich fand es immer gut, an einem Ort ein breites Angebot zu den Themen Studien- und Berufswahl zu machen. Also habe ich im Jahr 2006 eine solche Messe in Geilenkirchen initiiert“, blickt Kleinen auf die Anfänge zurück.

Seit 2009 findet die Börse im Gymnasium statt. Seitdem unterstützt ihn Robert Jansen, Lehrer an St. Ursula, bei der Vorbereitung. Aber auch viele Schüler helfen fleißig mit. Die Schülermitverwaltung und die Technik AG sind im Einsatz: Der Hallenboden muss bedeckt, Stromkabel verlegt werden. Tische und Stühle müssen geschleppt, Standflächen und Parkplätze ausgewiesen werden.

„Junge Leute können bei dieser Messe Berufsfelder entdecken, über die sie bisher nicht nachgedacht haben. Hier können sie einmal über ihren Tellerrand schauen“, sagt Kleinen und betont, dass diese Informationsbörse für Schüler aller Schulformen, nicht nur für Gymnasiasten, gedacht ist. Hier hat schon mancher Schüler einen Praktikumsplatz erhalten. Auch haben hier junge Gäste ihren späteren Lehrherren kennengelernt.

Vorträge in den Klassenräumen

„Bei ungezwungenen Gesprächen kann man hier Pro und Kontra für seine Berufswahl abwägen und erfahren, ob man überhaupt für sein Berufsziel geeignet ist“, sagt Kleinen. 70 Prozent der Stände seien mit Auszubildenden oder Studenten besetzt, so dass die Schüler auch mit jungen Leuten ins Gespräch kommen.

Die Schirmherrschaft der elften Be Future hat Dr. Peter Schimitzek, Vorstandsvorsitzender der CSB-System AG in Geilenkirchen. Er sitzt zum Auftakt der Be Future am Donnerstag, 28. September, um 19 Uhr mit Auszubildenden, Studenten und Arbeitgebern auf dem Podium und diskutiert mit ihnen über MINT: Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Moderiert wird die Diskussion von Wilfried Kleinen oder Robert Jansen.

Während sich in der Aula die Aussteller präsentieren, finden an beiden Tagen Vorträge in den Klassenräumen statt. „Studium in Kombination mit den Berufsausbildungen Gymnastiklehrer und Physiotherapeut“, „MATSE — Mathematik und Informatik dual studieren. Was ist MATSE, wie bewerbe ich mich, bin ich geeignet?“ oder „Bachelor of Arts Food Management. Fleischer — Gas geben, das ist mein Ding!“ sind beispielsweise einige Vorträge überschrieben. Alle Vorträge findet man im Internet unter www.befuture.info.

Auch die Palette der Aussteller ist recht bunt: Sie reicht von Polizei und Bundeswehr über Versicherungen, Anbieter aus dem Gesundheitswesen bis zum Handwerksbetrieb. Große Firmen wie CAE, CSB und Aldi beraten ebenso wie Autohäuser und Geldinstitute. Die Bergische Universität Wuppertal, die FH Aachen und die Fachhochschule Niederrhein werben hier im Wettbewerb mit der Hochschule für Oekonomie & Management Aachen und der Fontys University of Applied Sciences um Studenten.

Auch wenn Kleinen derzeit noch mit den Vorbereitungen der elften Be Future beschäftigt ist, hat er parallel schon die nächste Auflage am 28. und 29. September 2018 im Blick. Interessierte Betriebe können sich jetzt schon auf der Internetseite www.befuture.info anmelden. Derweil hofft Kleinen, dass er angesichts der hohen Anmeldezahl die Messe noch einmal ein Stück vergrößern kann.