Geilenkirchen: In Mechatronik-Lehre sogar die Landesbeste

Geilenkirchen: In Mechatronik-Lehre sogar die Landesbeste

Mit dem Austausch der Zylinderkopfdichtung muss man schon blind vertraut sein. Und mit den unzähligen anderen Teilen am Auto, die üblicherweise so harmonisch ineinandergreifen, dass der Fahrspaß ungetrübt bleibt.

Für Wartung und Reparatur sind Spezialisten erforderlich, die schon in der Ausbildung an ihrer Qualität gemessen werden. Cora Bischoff hat solche bewiesen.

Als Mechatronikerin für Kraftfahrzeuge ist junge Frau aus Lindern zum Abschluss ihrer Lehrzeit jetzt als Landesbeste in Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet worden. Der Weg dorthin war nicht schnurgerade. Geboren in der Nähe des bayerischen Straubing, kam die heute 28-Jährige mit neun Lebensjahren nach Lindern. Zum Ende ihrer Schulzeit hatte Cora Bischoff die Fachhochschulreife in der Tasche. Entschluss: Studium in Mönchengladbach, und zwar das der Ökotrophologie, der Ernährungswissenschaften. „Ein paar Semester habe ich geschafft. Nicht wirklich mit großer Lust”, gesteht Cora Bischoff sich und anderen ein.

Wechsel - wohin? „Ein Bürojob ist nichts für mich”, hatte die Lindernerin bereits entschieden. Was interessiert sie am meisten? „Ich war schon immer handwerklich orientiert. Schrauben machte Spaß, das lief auch gut.” Nach dem Schluss mit der FH in Mönchengladbach gingen rund 30 Bewerbungen raus in die nahe Region. Adressen: „Werkstätten, die mit Autos umgehen. Marke egal!” Das Internet und die Arbeitsagentur halfen. Eines der Gesuche richtete sich an die regionale Niederlassung von Daimler-Benz. „Gerade bei Mercedes hatte ich nicht viel Hoffnung”, erinnert sich Cora Bischoff. Doch gerade von dort kam die Einladung zum Einstellungstest. Mit Zukunft!