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Übach-Palenberg: Im Truck kommen die besten Ideen

Übach-Palenberg : Im Truck kommen die besten Ideen

Ein Lkw, voll gepackt mit Informationen, steuerte am Mittwochmorgen die Willy-Brandt-Gesamtschule in Übach-Palenberg an.

Der Laster, der die wertvolle Fracht, durch die Lande karrt, firmiert unter dem Namen „Info-Truck Go! to school”. Nicht zum ersten Mal machte das Gefährt, auf Anfrage der Willy-Brandt-Gesamtschule, in Übach-Palenberg Station.

Nicht Mathe und Deutsch standen am Mittwoch in der Zeit zwischen 9 und 12 Uhr für die 9er-Klasse auf dem Stundenplan: Das Truck-Team erteilte den 15- bis 16-jährigen Pennälern in diversen Workshops eine spannende und modern aufbereitete Lektion in Sachen „unternehmerischer Selbstständigkeit”.

Was man vor allem braucht, um auf eigenen Beinen zu stehen, ist ein gerüttelt Maß an Kreativität und Geschäftsideen. Den entsprechenden Spürsinn soll der Info-Truck, im übrigen eine Initiative des Landes Nordrhein-Westfalen, schärfen.

So viel jedenfalls erhofft sich Dr. Herbert Prinzen, stellvertretender Leiter der Willy-Brandt-Gesamtschule, vom Zwischenstop in Übach-Palenberg. „In Workshops erarbeiten die potenziellen Jungunternehmer Ideen und einen kleinen Businessplan, den sie vor ihren Klassenkameraden auf den Prüfstand stellen”, erläutert Prinzen die Aufgabenstellung an die insgesamt 32 Schüler, aber auch an die Lehrer, die natürlich mit einbezogen sind.

Die Veranstaltung startete im Klassenraum mit einer Einführung durch das Truck-Team. „Die Schüler wurden zunächst einmal für das Thema sensibilisiert, dann wurden erste Pläne geschmiedet”, betonte Markus Muszeika vom Team.

Es folgte der wahrscheinlich für die Schüler interessantere Teil der ÖkuLehrstunde: der Besuch im Truck mit all seinen multimedialen Verlockungen. Mit einem Future Beam konnten sie einen Sprung in die Arbeitswelt der Zukunft wagen, konnten die virtuelle Geschäftsleitung eines eigenen Betriebes übernehmen, konnten junge Existenzgründer kontaktieren, konnten sich mit kurzen Videos über aktuelle Arbeitsmarkt-Trends informieren, konnten ihr Wissen testen und innovative Schulprojekte kennen lernen.

„Der Info-Truck versteht sich als Impuls. Eine vertiefende Besprechung der Workshop-Ergebnisse kann in den unterschiedlichen Unterrichtsfächern erfolgen”, verweist Markus Muszeika auf eine mögliche Nachbereitung des Themas.

Der Info-Truck „Go! to school” hat von 1998 bis 2004 insgesamt 700 Schulen im Land besucht, 50.000 Schüler nahmen an seinen Workshops teil und 11.000 Geschäftsideen wurden angestoßen.

„Go! to school” ist ein Projekt des Gründungsnetzes NRW Go! in Kooperation mit Schul- und Wirtschaftsministerium, durchgeführt vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln, finanziert aus Mitteln des Landes und der EU.