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Bahnstrecke in Geilenkirchen: ICE stoppt 20 Meter vor betrunkenen 18-Jährigen

Bahnstrecke in Geilenkirchen : ICE stoppt 20 Meter vor betrunkenen 18-Jährigen

Zwei 18-Jährige haben am Montag in Geilenkirchen-Süggerath eine lebensgefährliche Abkürzung über die Bahnstrecke gewählt. Die Bundespolizei spricht von einem „Schutzengel“, den diese jungen Männer hatten, als ein ICE sich näherte.

Die beiden 18-Jährigen waren nach Angaben der Bundespolizei von Dienstag betrunken, als sie auf der Bahnstrecke von Aachen nach Geilenkirchen in Höhe des Geilenkirchener Ortsteils Süggerath-Müllendorf über die Bahngleise liefen, um schneller an ihr Ziel zu gelangen. Gleichzeitig näherte sich ein ICE 14.

„Zu ihrem Glück“, schreibt die Bundespolizei, habe der Lokführer sie früh genug im Gleisbereich gesehen und sofort eine Schnellbremsung eingeleitet. Rund 20 Meter vor ihnen kam der ICE zum Stehen, niemand wurde verletzt.

Nach den ersten Schrecksekunden ergriffen die jungen Männer die Flucht. Zwei Passanten, die das Geschehen aufmerksam beobachtet hatten, liefen den beiden nach und hielten sie bis zum Eintreffen einer Polizeistreife fest. Den Bundespolizisten schwante schnell, dass die beiden offenbar zu viel getrunken hatten. Vor Ort wurde durch Atemalkoholtests bei einem ein Wert von 1,44, bei dem anderen 1,78 Promille festgestellt.

Die 18-Jährigen erwartet jetzt ein Strafverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr. Durch den Vorfall, der eine Sperrung der Bahngleise zur Folge hatte, kam es bei elf Zügen zu insgesamt 378 Minuten Verspätung.

(red)