Geilenkirchen-Hünshoven: Hünshovener Sänger feiern Jubiläum mit tollen Konzerten

Geilenkirchen-Hünshoven: Hünshovener Sänger feiern Jubiläum mit tollen Konzerten

Der Junge Chor Hünshoven heißt seit 25 Jahren Junger Chor. Sylvia Lückge, Susanna Jochims und Maria Slagboom sind Gründungsmitglieder. Alle drei sehen zwar auch im Jubiläumsjahr noch jung aus. Aber das „jung“ im Chornamen habe nichts mit dem Alter der Sängerinnen und Sänger zu tun, erklärt Maria Slagboom, Chorleiterin von Anbeginn an, sondern beziehe sich auf die Musik.

Junge Chorliteratur zeichnet den Jungen Chor Hünshoven aus und macht den Reiz aus, dem Jung und Alt seit 25 Jahren erliegen. 16 bis 70 Jahre alt sind die 65 Sängerinnen und Sänger, die sich jeden Freitagabend, ob es regnet oder schneit, die Sonne scheint oder die Disco ruft, im Saal des Franziskusheims in Geilenkirchen treffen und gemeinsam singen.

Seine wöchentlichen Proben hält der Junge Chor Hünshoven im Franziskusheim ab. Chorleiterin Maria Slagboom (am Klavier) hält die Fäden zusammen. Pastor Peter Frisch (2.v.l.) ist der Präses des Chores. Foto: Dettmar Fischer

„Das kann noch schön werden“, ist ein Spruch bei den Proben, den Maria Slagboom gerne benutzt, wenn ihre Sänger dem richtigen Ton noch auf der Spur sind. Dieses „Das kann noch schön werden“ wird dann am Ende der Probenarbeit zu einem „wunderschön“.

Die Konzerte im Jubiläumsjahr zeugen davon, dass junge Kirchenmusik den Geist der Bibeltexte den Menschen der Gegenwart auf eine Weise vermittelt, die kaum zu beschreiben ist. „Wenn man im Konzert manchmal Zuhörer in den Reihen sieht, die Tränen in den Augen haben, weil sie so ergriffen sind von der Botschaft, die diese Lieder vermitteln, dann ist das schon ein sehr besonderer Moment“, sagt Chorleiterin Maria Slagboom.

Inzwischen singen schon die Kinder der ersten Chorsängergeneration im Jungen Chor Hünshoven. Bei den Proben geht es munter zu. Es sind Freundschaften und Ehen entstanden. Die Chorgemeinschaft ist für die Sängerinnen und Sänger zu einem wichtigen Bestandteil ihres Lebens geworden. Gründungsmitglied Susanna Jochims zollt Chorleiterin Maria Slagboom ein schönes Lob: „Wir waren bei Maria immer in guten Händen. Das Ganze steht und fällt mit Maria. Sie versteht es Menschen zu begeistern.“

Die Auswahl der Chorliteratur ist sicherlich ein ganz wichtiger Punkt, der eine gute Chorleitung auszeichnet. Sylvia Lückge fügt bei diesem Punkt gleich noch ein Lob hinzu: „Ich bin jetzt 25 Jahre dabei, aber ich kann mich an kein grottenschlechtes Lied erinnern.“ Ganz im Gegenteil, auch die ganz Jungen im Chor, denen man vielleicht eher was Poppiges zutrauen würde, kriegen die zeitgenössische Kirchenmusik, die sie im Chor einstudieren, nicht mehr aus dem Kopf. Laura Savelsberg kennt heute noch alle Lieder auswendig, die sie in elf Jahren Chorsingen gelernt hat. Laura Savelsberg, 16 Jahre alt: „Es sind super Texte und gute Musik, die uns im Alltagsgeschehen abholen. Die Lieder klingen einfach gut.“

Große Aussagekraft

Maria Slagboom gelingt es, ihre Begeisterung für die Kombination biblischer Texte mit modernem Klang an ihre Sänger zu vermitteln. Slagboom: „Die Lieder sind intensiv und beseelt und haben eine große Aussagekraft.“ Katharina Esser (18 Jahre) hat das Geschehen um den Jungen Chor Hünshoven schon mit der Muttermilch aufgesogen. Mittlerweile singt sie gemeinsam mit ihrer Mutter im Chor. Sie erinnert sich immer wieder gerne an den Queen-Hit Bohemian Rhapsody und an viele rhythmische Gospel, deren Botschaft gut ins Programm passt und das Repertoire harmonisch ergänzen. Das Musical „Der kleine Tag“ und die Aufführung „Die Zehn Gebote“ waren unvergessliche Momente in der 25-jährigen Chorgeschichte.

Philipp Hanuschick (18 Jahre) ist noch nicht so lange dabei, ein echter Charmeur und sich ganz sicher: „Ich hab Euch ja alle liebgewonnen.“ Er meint damit aber sicher vorrangig seine Freundin, die er auch im Chor fand. Pastor Peter Frisch, Präses des Chores, meint es ehrlich, wenn er sagt: „Der Chor ist eine große Bereicherung in der Pfarrei.“ Jule Evertz (22 Jahre) spricht sicherlich für alle Chormitglieder: „Wenn ich mit einem Lächeln nach Hause gehe, ist das für mich die Motivation, nächsten Freitag wiederzukommen.“

Gründungsmitglied Gerd Notermanns sagt es so: „Nach 25 Jahren Junger Chor Hünshoven, mit dem auch ich zwar älter geworden bin, aber jung im Herzen bleibe, ist für mich jedenfalls lange noch nicht Schluss mit dem Singen!“