Übach-Palenberg: „Hausarztprogramm“: Förderung bleibt erhalten

Übach-Palenberg : „Hausarztprogramm“: Förderung bleibt erhalten

2014 hat die Stadt Übach-Palenberg einen Runden Gesundheitstisches eingeführt, um dem Mangel an Hausärzten zu begegnen. NRW-Gesundheitminister Karl-Josef Laumann (CDU) hat jüngst im Rahmen einer Pressekonferenz neben den Eckpunkten zur Einführung der Landarztquote auch über die Weiterentwicklung des NRW-Hausarztaktionsprogramms gesprochen.

Er verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass auch die Liste der förderfähigen Kommunen entsprechend aktualisiert und angepasst worden sei.

30.000 statt 25.000 Euro

Daraus geht hervor: Übach-Palenberg bleibt auch weiterhin eine förderfähige Kommune im Sinne des Hausarztaktionsprogramms und wurde erneut denjenigen Städten und Gemeinden zugeordnet, in denen die hausärztliche Versorgung aufgrund der Altersstruktur der Hausärzteschaft auf mittlere Sicht gefährdet erscheint (Förderkategorie 2).

Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch (CDU) dazu: „Konkret bedeutet das: Die Niederlassung oder die Anstellung von Hausärzten sowie die Errichtung oder Gründung einer Zweigpraxis können in Übach-Palenberg ab sofort mit bis zu 30.000 Euro finanziell gefördert werden. Die Fördersumme wurde dabei vom Land von bis zu 25.000 auf nun bis zu 30.000 Euro aufgestockt. Ich habe die Hoffnung, dass die Möglichkeit einer finanziellen Förderung für eine hausärztliche Tätigkeit in Übach-Palenberg durch das Land ein Stück weit dabei helfen kann, junge Hausärzte davon zu überzeugen, sich heute oder in Zukunft in Übach-Palenberg niederzulassen.“

Sechs Ärzte älter als 60

Von derzeit 15 in Übach-Palenberg niedergelassenen Hausärzten seien sechs 60 Jahre und älter, so Jungnitsch. Vor diesem Hintergrund sei davon auszugehen, dass diese sechs Hausärzte voraussichtlich in den kommenden fünf bis zehn Jahren in den Ruhestand gingen und spätestens dann Bedarf an neuen Hausärzten bestünde.

Jungnitsch: „Es ist deshalb wichtig, dass wir als Stadt den Kontakt zu regionalen Gesundheitsexperten der ambulanten Versorgung knüpfen und uns entsprechend vernetzen, um gemeinsam nach Ideen und Möglichkeiten zu suchen, wie die hausärztliche Versorgung in Übach-Palenberg dauerhaft wohnortnah bei bestmöglicher Qualität sichergestellt werden kann. Ich bin daher froh, dass die Leiterin des Lehrgebiets Allgemeinmedizin an der Uniklinik der RWTH Aachen, Professor Nicole Kuth, im Vorfeld des im April durchgeführten Runden Gesundheitstisches ihre Bereitschaft zugesagt hat, künftig mitarbeiten zu wollen.“

Sicherstellung der Versorgung

Mit dem Hausarztaktionsprogramm ergänzt das Land Nordrhein-Westfalen die Sicherstellungsmaßnahmen der Kassenärztlichen Vereinigungen und leistet einen Beitrag zur dauerhaften Sicherstellung der wohnortnahen hausärztlichen Versorgung. Förderanträge für Übach-Palenberg müssen bei der Bezirksregierung Köln eingereicht werden. Ein Rechtsanspruch auf die Förderung besteht nicht. Die wichtigsten Informationen rund um das Hausarztaktionsprogramm — von zentraler Bedeutung sind insbesondere die Förderrichtlinie und die beiden Listen der förderfähigen Kommunen — sind abrufbar unter www.hausarzt.nrw.de.

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