Gynmasium Geilenkirchen macht bei der 72-Stunden-Aktion mit

Die Welt besser machen : Gymnasium macht bei 72-Stunden-Aktion mit

Aus Respekt vor den Gründerinnen der Schule haben Schüler gemeinsam den Schwesternfriedhof wieder ansehnlich gemacht

Trubel auf dem sonst so ruhigen alten Schwesternfriedhof auf dem alten Klostergelände hinter dem Bischöflichen Gymnasium St. Ursula in Geilenkirchen: Während die einen Schüler mit einem Astschneider die Büsche in Form bringen, schrubbt ein anderer Trupp die Grabsteine,  und wieder andere zupfen das Unkraut und die Setzlinge aus den Beeten oder harken den Weg.

„Wir machen in diesem Jahr zum ersten Mal an der 72-Stunden-Aktion mit“, erklärt Lehrerin Ruth Oberthür. Es ist ihre Klasse, die in grünen T-Shirts am Freitag so fleißig arbeitet. „Eigentlich ist die Stadt für den Friedhof verantwortlich, aber der war total verwildert. Das Unkraut stand mannshoch.“ Daher sollte die letzte Ruhestätte der Gründerinnen der Schule im Rahmen der 72-Stunden-Aktion wieder zugänglich und schön gemacht werden.

„Die Schwestern haben jungen Frauen in der Region erstmals durch eine Mädchenschule mit Internat Bildung ermöglicht. Vorher hatten sie nur die Option, reicht zu heiraten und Mutter zu werden, ins Kloster zu gehen oder in der Fabrik zu arbeiten“, erklärt die Lehrerin. „Daran wollen wir erinnern, ihnen mit dieser Aktion unseren Respekt zollen und danken.“ Und auch wenn die 26 Schüler ihren Schultag bei bestem Wetter an der freien Luft verbrachten, so haben sie doch einiges gelernt.

„Viele haben vorher noch nie Gartenarbeit gemacht“, erzählt Ruth Oberthür. „Sie wussten gar nicht, was eine Rosenschere ist oder wie man Frühblüher von Unkraut unterscheidet.“ Auch bei den Schülern kommt die Gartenarbeit gut an. Sie haben ihren Spaß. „Ich finde die Aktion gut, weil wir etwas Soziales machen, und man fühlt sich dabei einfach gut“, sind sich Alina und Mariella einig. „Immerhin waren sie auch die Gründerinnen unserer Schule, so können wir ihnen etwas zurückgeben.“

Die 72-Stunden-Aktion ist eine Sozialaktion des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend  und seiner Verbände. In 72 Stunden werden in ganz Deutschland Projekte umgesetzt, die die „Welt ein Stückchen besser machen“. 85.000 junge Menschen hatten sich vor der 72-Stunden-Aktion auf der Aktionswebseite registriert.

Mehr von Aachener Zeitung