Gymnasium Geilenkirchen widmet sich dem Klimaschutz

Als Reaktion auf Fridays for Future : Gymnasium St. Ursula widmet sich Klimaschutz

Die Themen Klimaschutz und Nachhaltigkeit sind auch im Bischöflichen Gymnasium Sankt Ursula Geilenkirchen wichtig. Im kommenden Schuljahr soll damit die Fridays for Future Bewergung inhaltlich unterstützt werden.

Das Bischöfliche Gymnasium Sankt Ursula Geilenkirchen wird sich in diesem Schuljahr verstärkt dem Thema Klimaschutz und Nachhaltigkeit widmen. „Dieses Thema soll in der Schule mehr Raum finden, weil wir die Themen der Fridays for Future Bewegung inhaltlich unterstützen“, erklärt Schulleiter Jürgen Pallaske.

Auch das Bistum Aachen möchte sich unter dem Leitziel „Bewahrung der Schöpfung“ aktiv mit den Herausforderungen des Klimawandels auseinandersetzen. „So gibt es seit kurzem einen Klimaschutzmanager im Bistum“, erzählt der Schulleiter. Erstmals will sich das Gymnasium in diesem Schuljahr auch am Klimaschutzprojekt des Bistums Aachen beteiligen.

Eine erste Veranstaltung rund um das Thema ist für den  kommenden Montag um 19 Uhr geplant. Professor Dr. Dr. Ortwin Renn wird unter der Fragestellung „Klimaschutz und Nachhaltigkeit: Warum bewegt sich so wenig, obwohl alle wollen?“ einen Vortrag in der Aula halten.

Prof. Renn arbeitet als Geschäftsführender Wissenschaftlicher Direktor am Institut für Transformative Nachhaltigkeitsforschung (IASS) in Potsdam, ist Inhaber des Lehrstuhls „Technik- und Umweltsoziologie“ an der Universität Stuttgart und war unter anderem auch Mitglied in der von Bundeskanzlerin Angela Merkel berufenen Ethikkommission „Zukunft der Energieversorgung“. Zu der Veranstaltung sind alle Interessierten eingeladen. Es ist eine Diskussion mit dem Publikum geplant.

Als Vorbereitung auf den Abend wird der Kurs „Energie und Umwelt“ der neunten Klasse am Montag in Teams durch die Klassen  gehen und über den Klimawandel aufklären. „Schüler werden Schülern kompakt das Thema Treibhauseffekt erklären“, freut sich Jürgen Pallaske über das Engagement seiner Schützlinge.

Darüber hinaus sind weitere Aktionen am Gymnasium geplant. „Wir wollen uns das ganze Jahr dem Thema Mobilität widmen und dabei der Frage nachgehen: Was können wir tun, um weniger CO2 zu produzieren“, führt Pallaske aus. Aus dieser Frage habe sich ein Forschungsprojekt entwickelt. „Rund 1100 Schüler und 100 Lehrer kommen jeden Tag zur Schule“, zeigt Robert Jansen, ständiger Vertreter des Schulleiters, die Dimensionen auf.

Das Projekt sei in mehreren Schritten angelegt. Zunächst wurde eine Karte erarbeitet. Diese stellt dar, aus welchen Orten in der Umgebung die Schüler des Gymnasiums stammen. „Im nächsten Schritt wird es einen Fragebogen geben um herauszufinden, wie die Schüler jeden Tag zur Schule kommen“, erklärt Jansen.

Daraus solle dann ermittelt werden, wie viel CO2 jeden Tag durch die Fahrt zur Schule und wieder nach Hause produziert wird: „Dabei werden wir einen Durchschnittswert nehmen, denn die Anfahrt ist erfahrungsgemäß wetter- und jahreszeitenabhängig.“ Im nächsten Schritt soll schließlich überlegt werden, wo Schüler vielleicht Fahrgemeinschaften mit dem Auto oder dem Fahrrad bilden können.

„Wir wollen das Thema einmal versachlichen, Optionen entwerfen und eine offene Diskussion darüber führen“, erklärt Jürgen Pallaske. Natürlich könne nicht jeder Schüler auf das Fahrrad umsteigen oder mit anderen eine Fahrgemeinschaft gründen. „Aber es soll ein Anstoß sein. Jeder kann etwas gegen den Klimawandel tun“, so der Schulleiter. Privat erledige er beispielsweise die meisten Weg mit dem Fahrrad, kaufe biologische Lebensmittel und verzichte im Urlaub bewusst auf das Flugzeug. „Ich fahre seit einigen Wochen mit dem E-Auto zur Schule“, verrät außerdem Robert Jansen. Aktuell sei auch in Überlegung, eine entsprechende Ladesäule für Autos und Räder auf dem Parkplatz der Lehrer zu installieren. „Viele Schüler versuchen in diesem Bereich auch etwas zu machen. Da die Fleischproduktion sehr viel klimaschädliches Methan hervorruft, sind viele Vegetarier geworden“, erzählt Jansen.