Geilenkirchen: Gute Ausbildung ist Basis fürs Überleben

Geilenkirchen: Gute Ausbildung ist Basis fürs Überleben

Feuerwehrdienst bedeutet immer auch, sich im Einsatzfall Gefahren auszusetzen. Auf den Schutz der Einsatzkräfte wird daher bei der Feuerwehr traditionell besonders großer Wert gelegt. Auch hier gilt, dass die beste Ausrüstung wenig nutzt, wenn der Mensch, der sie einsetzt, unzureichend ausgebildet ist.

Das war die Ausgangssituation eines Lehrgangs für Atemschutzgeräteträger der Feuerwehr Geilenkirchen, den jetzt elf Teilnehmer erfolgreich abgeschlossen haben. Lehrgangsleitung und Brandoberinspektor Franz-Josef Alshut sowie Brandinspektor Norbert Randerath und ihr Ausbilderteam haben den Teilnehmern in insgesamt 52 Stunden theoretische Grundlagen, Gerätekunde und vor allem jede Menge Praxis vermittelt.

Umfangreiche Anforderungen

„Die entsprechende Feuerwehrdienstvorschrift sieht für den Lehrgang eigentlich mindestens 25 Stunden vor. In Geilenkirchen haben wir den deutlich höheren Stundenansatz festgelegt, weil die Anforderungen einfach so umfangreich geworden sind, dass kürzere Lehrgänge kaum zu verantworten sind“, beschreibt Stadtbrandinspektor Frank Büßelberg die Situation. „Wir schicken die Einsatzkräfte ja bewusst in sehr gefährliche Umgebungen, wenn zum Beispiel Brandbekämpfung oder Rettung von Menschenleben es erfordern. Da ist eine gute Ausbildung entscheidend für das Überleben.“

Im Rahmen der Prüfung konnte er sich davon überzeugen, dass die vielen, rein ehrenamtlich erbrachten Stunden Erfolge zeigten.

Die Ausbildung von Atemschutzgeräteträgern gehört mit zu den aufwendigsten Lehrgängen im Rahmen der Grundausbildung: Zweimal mussten die Teilnehmer einen Durchgang durch die Atemschutzübungsstrecke in Erkelenz absolvieren und zusätzlich erfolgreich eine Heißausbildung in der Feuerlöschübungsanlage der Feuerwehr Aachen hinter sich bringen.

Realitätsnahe Vorbereitung

Ziel war auch hier, durch echtes Feuer möglichst realitätsnah auf die kommenden Einsatzsituationen vorzubereiten. Allen Teilnehmern waren im Anschluss die Belastungen anzusehen. Der Tipp, Bekleidung zum Wechseln mitzunehmen, war nicht unbegründet.

Die Feuerwehr Geilenkirchen freut sich über die elf neuen Atemschutzgeräteträger: Tobias Boveleth, Löscheinheit Gillrath; Alexander Dietsch, Löscheinheit Tripsrath-Niederheid; Lukas Hackemüller, Löscheinheit Tripsrath-Niederheid; Lukas Jöris, Löscheinheit Nirm; Christoph Koch, Löscheinheit Nirm; Jan Pioch, Löscheinheit Tripsrath-Niederheid; Roman Schmitz, Löscheinheit Gillrath-Hatterath; Levin Stenner, Löscheinheit Würm; Martin Stohanzl, Löscheinheit Prummern; Jochen Tichelbäcker, Löscheinheit Würm; Jens Zimmermann, Löscheinheit Würm.

(zva)
Mehr von Aachener Zeitung