Geilenkirchen: Gründung eines Lokalen Teilhabekreises

Geilenkirchen: Gründung eines Lokalen Teilhabekreises

Einer Einladung der Gemeindesozialarbeiterin Nicole Abels-Schell vom Caritasverband für die Region Heinsberg sind 25 Menschen mit Behinderung, Hauptberufliche in der Behindertenarbeit und Interessierte gefolgt. Es ging um die konstituierende Sitzung des Lokalen Teilhabekreises für Geilenkirchen.

Daran nahmen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Bewohner, Klienten und Besucher der angesprochenen Einrichtungen teil: Kontakt- und Beratungsstelle für psychisch kranke Menschen Übach-Palenberg, Wohnheim Mutter-Teresa und Betreutes Wohnen des Caritasverbandes, Gangelter Einrichtungen, AHG Therapiezentrum Loherhof und der Koordinierungs-, Kontakt- und Beratungsstelle des Kreises Heinsberg teil, darüber hinaus engagierte Bürger sowie ein Stadtvertreter.

Vier mal im Jahr zum Treff

In der Zusammenkunft im Wohnheim Mutter Teresa wurde beschlossen, einen Lokalen Teilhabekreis für Geilenkirchen zu installieren, der sich viermal jährlich trifft. Dessen Aufgabe soll darin bestehen, die Teilhabe von Menschen mit Behinderung in der Gemeinde zu ermöglichen und zu fördern. An diesem ersten Abend wurden bereits erste Ideen dazu entwickelt.

Im Lokalen Teilhabekreis für Geilenkirchen treffen sich regelmäßig Frauen und Männer mit und ohne Behinderung. Sie entdecken ihre Gemeinde, mischen sich ein und gestalten ihre Kommune mit. Dinge, die sie behindern, versuchen sie zu ändern.

Mitmachen können geistig, körperlich, psychisch behinderte Menschen, Hauptberufliche, die mit Menschen mit Behinderung umgehen, Familienangehörige von Menschen mit Behinderungen, alle Menschen aus der Stadt Geilenkirchen.

Im Lokalen Teilhabekreis wird geplant, wie sich Menschen mit und ohne Behinderung in der Gemeinde treffen und etwas unternehmen können. Es wird daran gearbeitet, dass behinderte Menschen Zugang haben zu verschiedenen Angeboten in der Gemeinde wie Bildung, Wohnen und Versorgung, Arbeit, Freizeit und kulturellen Unternehmungen.

Der Lokale Teilhabekreis will dazu beitragen, dass behinderte Menschen die gleiche Chance und die gleichen Rechte wie alle haben. „Er unterstützt, dass alle Menschen ihre Beziehungen und ihre Freizeitgestaltung so leben können, wie sie es sich wünschen. Er verändert, wo etwas zu verändern nötig ist”, hieß es seitens der Organisatoren.

Der Lokale Teilhabekreis sorgt dafür, dass Menschen nicht aufgrund der Art oder Schwere ihrer Behinderung aus dem gesellschaftlichen Leben ausgegrenzt werden. Menschen mit Behinderung werden als Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde wahrgenommen. Menschen ohne und mit Behinderungen sollen partnerschaftlich zusammen leben und pflegen einen selbstverständlichen Umgang miteinander.

Das Programm des Lokalen Teilhabekreises besteht aus den Interessen, Bedürfnissen und Fähigkeiten von Menschen mit Behinderung. Die Handlungen bestehen aus einem partnerschaftlichen Miteinander, wertschätzenden Umgang, geholfen wird, wenn es nötig ist. Es werden gemeinsame Entscheidungen getroffen, und das Handeln ist überlegt und reflektiert. Alle sind gleichrangig.

Der Kreis versteht sich als offener Kreis. Jeder, der Interesse hat darin mitzuwirken, ist willkommen.

Der nächste Lokale Teilhabekreis ist geplant für den 26. Januar. Interessierte erfahren mehr unter Telefon 02451/48 208 89 bei Gemeindesozialarbeiterin Nicole Abels-Schell.

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