Nörvenich/Geilenkirchen: Große Spende: Ein Linienbus für Nachwuchspiloten

Nörvenich/Geilenkirchen: Große Spende: Ein Linienbus für Nachwuchspiloten

Für die einen ist es ein Bus, für die anderen das längste Geschenk des Jahres: Einen kompletten ausgemusterten Linienbus spendete jetzt Sascha Kramer, Lkw- und Kfz-Händler aus Geilenkirchen, der Segelflugabteilung des Nörvenicher Sportfliegervereins.

Das rund zwölf Meter lange Fahrzeug war im Lauf seiner über 20 Jahre langen Einsatzzeit unter anderem für die Dürener Kreisbahn und zuletzt als Schulbus unterwegs. Ab dem Kilometerstand 857.773 - was mehr als 21 Erdumrundungen entspricht - wird der in Ehren gealterte Bolide nun für Zwecke der Freizeitgestaltung auf dem Gelände des Fliegerhorstes eingesetzt.

Die Segelfluggruppe der Bundeswehr-Sportfliegergemeinschaft Boelcke/Heini Dittmar wird ihn nutzen, um die nötige Startmannschaft und ihr umfangreiches Gerät von den Flugzeughallen zur Startbahn und zurück zu bringen.

Genug Platz für die Fallschirme

Diese Wege sind auf dem Fliegerhorst mit seiner fast 2,5 Kilometer langen Piste beschwerlich lang. Entsprechend dankbar zeigten sich die Vertreter des Vereins, darunter der 1. Vorsitzende Rainer Burkardt, der 2. Vorsitzende Robert La Bouchardiere und Finanzreferent Rudi Strick. Der Verein ist übrigens ein rein ziviler und für jedermann offener Luftfahrtverein, der die Anlagen des Fliegerhorstes außerhalb der Bundeswehrdienstzeiten nutzt und auch Motor- und Ultraleichtfliegerei anbietet. Viele Mitglieder kommen auch aus dem Kreis Heinsberg.

Der Bus verlor nach der Übernahme erst einmal einen Teil seiner Bestuhlung - im entstandenen Freiraum in der Mitte des Innenraums wird künftig die Ausrüstung transportiert. Dazu zählen diverse Tische, Klappstühle, aber auch Fallschirme und Funkgeräte, Koffer mit Ausrüstungsgegenständen und Taschen. „Der Bus ist perfekt für uns geeignet“, sagt der Vorsitzende Rainer Burkardt.

Mit Jugendlichen wird es der Ex-Schulbus auch weiterhin zu tun haben: In der Segelfluggruppe unter der Leitung von Torsten Behrendt sind zahlreiche Unter-18-Jährige aktiv, die in den lautlosen weißen Vögeln des Vereins ihre ersten eigenen Flüge absolvieren. Die Ausbildung zum Piloten können bereits 14-Jährige beginnen.

Der Spender ging am offiziellen Tag der Übergabe erst einmal in die Luft - und zwar im wortwörtlichen Sinne. Als Höhepunkt einer ausgedehnten Besichtigungstour über das Fliegerhorstgelände nahmen die Nörvenicher Sascha Kramer mit ihrer historischen Piper PA-18 mit auf einen Rundflug über das Dürener Land.

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