Baesweiler/Geilenkirchen: Geschichts-Jahrbuch: Einzelschicksalen mit Akribie nachgeforscht

Baesweiler/Geilenkirchen: Geschichts-Jahrbuch: Einzelschicksalen mit Akribie nachgeforscht

Stefan Jansen und Jörg Kisters — beide Bankleiter in Baesweiler — strahlten wie kleine Jungs, die Siku-Autos in den Händen halten. Dabei waren es keine Autos, sondern frisch gedruckte Bücher, die Jansen (VR-Bank) und Kisters (Sparkasse) in nächster Zeit studieren dürfen.

In den Räumen der „Raiba“ verteilten Klaus Peschke und Dr. Ulrich Schroeder die gedruckten Werke. Beide waren als Redakteure am dritten Jahrbuch beteiligt, insgesamt arbeiteten elf Geschichtsvereins-Mitarbeiter an den Beiträgen für das Buch.

Auch Bürgermeister Willi Linkens wohnte der Vorstellung der ersten Exemplare bei und hörte gespannt zu, als unter anderen Geschichtsvereins-Vorsitzender Ale­xander Lohe und Geschäftsführer Günter Pesler Informationen zum Buch preisgaben.

„Dieser Band mit 13 Beiträgen von elf Mitarbeitern zeigt eindrucksvoll, wie unser Geschichtsverein aufgestellt ist“, sagte Günter Pesler. Inhaltliche Vielfalt — damit lässt sich das neue Werk kurz und knapp umschreiben. Auf die Leser warten 216 Seiten mit Kirchenhistorie, Sozial- und Familiengeschichte, Einzelschicksale, Auszüge aus der Römischen Geschichte oder aus dem Zweiten Weltkrieg. Die verbindende Klammer ist dabei der unmittelbare Bezug zu Baesweiler. Auch wenn die historischen Beiträge der Autoren in ihrer Thematik völlig unterschiedlich sind und verschiedene Epochen berühren.

Baesweiler und seine Ortsteile stehen im Mittelpunkt der mit viel Akribie erstellten Geschichten. Wobei der Blick auch über die heutigen Stadtgrenzen hinaus gewagt wird. Letztlich spielt jedoch die Ortsbezogenheit die herausragende Rolle. Alexander Lohe: „Dem Leser bietet sich dadurch der Vorteil, Informationen zu erhalten, die historischer Standardliteratur nicht zu entnehmen sind.“

Das dritte Jahrbuch kostet für Geschichtsvereins-Mitglieder 10 Euro. Nicht-Mitglieder zahlen 15 Euro. Es kann über die Buchhandlung Wild oder im Archiv des Geschichtsvereins (Alexanderstraße 14) an jedem Samstag von 11 bis 13 Uhr erworben werden. Auch bei Geschäftsführer Günter Pesler kann unter Telefon 02401/4902 oder per Mail unter gpesler@t-online.de das Buch bezogen werden.

(mas)
Mehr von Aachener Zeitung