Geschichten zum Thema Heimat in der Gangelter Pfarrkirche

Gangelt: Gangelter Pfarrkirche bietet besonderen Abend zum Thema Heimat

Bereits im vierten Jahr bot der Pfarreirat St. Nikolaus Gangelt zum Pfarrpatrozinium einen besonderen Abend in der Pfarrkirche Gangelt an. Unter dem Motto „St. Nikolaus (m)ein Heimathaus“ wurden den Besuchern Lieder und Geschichten rund um das Thema Heimat geboten.

Viele Gäste des Abends waren erstaunt, wie vielfältig der Begriff Heimat dargestellt wurde. Es war ein in sich stimmiger Abend, der mit sehr unterschiedlichen Beiträgen dazu anregte, sich mit dem Thema Heimat neu zu befassen. Die Pfarreiratsvorsitzende Ellen Schütz moderierte das Programm in der Pfarrkirche.

Zum Auftakt sang der Kinderchor der Weggemeinschaft Gangelt. Die jungen Sängerinnen waren von Monika Brinkmann bestens auf ihren großen Auftritt vorbereitet worden. Die Chorleiterin begleitete die Kinder auf der Gitarre. Ein herzlicher Applaus der Zuhörer und ein kleines Präsent waren der Lohn für diesen schönen Beitrag.

Schülerin Elara Brinkmann las anschließend einen von ihr verfassten Aufsatz vor, in dem sie sich Gedanken über ihr eigenes Verhältnis zur Heimat gemacht hatte. Heimat sei da, wo sie sich wohlfühle und wo die Menschen leben, die sie mag, ob nun in Gangelt oder in Schümm. Wer die Augen schloss, konnte sich in 1001 Nacht versetzt fühlen beim Auftritt des Ensembles „Aghani“. Ungewohnte Klänge schallten durchs Kirchenschiff, als die Mitglieder des Ensembles in unterschiedlichen Ecken des Kirchenraumes stehend ihren Gesang hören ließen.

Das Ensemble „Aghani“ ist ein Weltmusikprojekt des Katholischen Forums im Rahmen der Flüchtlingsarbeit unter der Leitung von Agnes Erkens. Zwei syrische und ein türkischer Musiker boten, unterstützt von Agnes Erkens, einen Einblick in unbekannte Musikwelten. Die Erläuterung der Liedtexte ergab Themen, die so fremd dann wieder nicht klangen. Viel Wehmut klang in den Liedern mit.

Thomas Hoff, Ordensvertreter bei Via Nobis, verlas die Gedanken, die eine Bewohnerin des Katharina Kasper-Heims zu Papier gebracht hatte. Die Bewohnerin hatte einen Engel mit nur einem Flügel als Sinnbild gewählt. Christoph Esser begleitete sich selber auf der Gitarre bei einem Lied, dem ein Text des Gangelter Heimatdichters Peter Staas zu Grunde liegt. Es handelte von einer kleinen Bimmelbahn, die zwischen Gangelt und Geilenkirchen verkehrte.

Das Ensemble „Die Glühwürmchen“ sang, noch jung an Jahren, das alte Lied „Am Brunnen vor dem Tore“. Zum Abschluss dieses Abends stimmten die „Glühwürmchen“ das auffordernde kölsche Lied „Drink doch ene met“ der Bläck Fööss an. Dem leisteten die Besucher gerne Folge und ließen den Abend bei Glühwein und Kinderpunsch ausklingen.

(defi)
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