Geilenkirchen: Gesamtschule: Eigene Briefmarken zum 25. Geburtstag

Geilenkirchen: Gesamtschule: Eigene Briefmarken zum 25. Geburtstag

Die Anita-Lichtenstein-Gesamtschule lässt sich wahrlich nicht lumpen, das 25-jährige Bestehen wird im bisherigen und im weiteren Verlauf des Jahres mit allen Raffinessen gefeiert. Beim Schulfest am Samstag, 24. September, werden nun schuleigene Briefmarken unters Volk gebracht. Ganz neu ist die Idee nicht. Bereits anlässlich ihres 20-jährigen Bestehens vor fünf Jahren ließ die Schule sich eigene Marken anfertigen.

Das kam schon damals gut an. Dieses Mal werden nun gleich fünf verschiedene Motive unter die Leute gebracht. Gestaltet wurden sie von Schülern, die die Puppe von Anita Lichtenstein — einem jüdischen Mädchen aus Geilenkirchen, das von den Nazis ermordet wurde — zeichnerisch zu Papier brachten. Die Kunstlehrer wählten aus den Arbeiten der Schüler die besten fünf aus, zum Siegermotiv wurde die Zeichnung von Ellen Kozik gewählt, die heute in die siebte Klasse geht.

Organisiert wurde die Aktion von Ronny Hennings. Der Mathematiklehrer ist seit seiner Kindheit Sammler und Liebhaber von Briefmarken. An der Schule leitet er die Briefmarken AG. Außerdem ist er stellvertretender Vorsitzender und Geschäftsführer der Deutschen Philatelisten-Jugend. Wenn in Geilenkirchen also einer weiß, wie man so ein Thema anpackt, dann er.

Beim Gesamtschulfest wird auch die Deutsche Post dabei sein. Einen Bogen mit 20 Marken à 45 Cent der Gesamtschule können die Besucher für 25 Euro erwerben. Eine einzelne Marke gibt es für 1,50 Euro. Mit dem Kauf wird der Förderverein der Schule unterstützt.

Die Deutsche Post wird mit einem Stand vor Ort sein und Sonderstempel verteilen. Doch auch reguläre Marken können erworben werden. „Ich gehe davon aus, dass das komplette aktuelle Kontingent mitgebracht wird. Es wird sicherlich 100 bis 150 verschiedene Marken geben“, sagt Ronny Hennings. Aktuell seien einige wirklich schöne Entwürfe im Verkauf, als Beispiel nennt er eine Marke zur „Raumpatrouille Orion“ aus der Serie „Deutsche Fernsehlegenden“.

Auch Schulleiter Uwe Böken ist sicher: „Für örtliche Philatelisten könnte es durchaus interessant sein, vorbeizukommen.“ Doch er hofft, dass auch möglichst viele Bürger, für die eine Briefmarke eher Mittel zum Zweck ist, von der Möglichkeit Gebrauch machen, beim Schulfest Marken einzukaufen. Weil man Briefmarken ohnehin früher oder später braucht, spreche ja nichts dagegen, sich beim Schulfest mit einem netten Vorrat einzudecken.

(jpm)