Engagement für den Sport : Geilenkirchener Schüler machen Trainer-Schein

Engagement für den Sport : Geilenkirchener Schüler machen Trainer-Schein

Die zukünftigen Junior-Coaches konnten in verschiedenen Vereinen und Arbeitsgemeinschaften erste Erfahrungen sammeln.

13 Schüler des Bischöflichen Gymnasiums St. Ursula Geilenkirchen haben an ihrer Schule den Projektkurs Sport durchlaufen und so die DFB-Trainer-Ausbildung absolviert. „Die Ausbildung von Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe Q1 zu Junior-Coaches und zu DFB-C-Trainern ist inzwischen zu einem festen Bestandteil unseres Schulprofils geworden“, erklärte Lehrer Riccardo Marangi, der das Projekt begleitete und zum Abschluss die Urkunden des DFB für die erfolgreiche Teilnahme überreichte.

In 40 Stunden wurden die Schüler zum Junior-Coach, einer extra auf Schülerinnen und Schüler zugeschnittenen Lizenz-Vorstufe, ausgebildet. Der Lehrgang vermittelte den Schülern die Trainingsinhalte der Bambini, F- und E-Junioren. Zudem konnten die  zukünftigen Junior-Coaches in verschiedenen Vereinen und Arbeitsgemeinschaften erste Erfahrungen als Trainer sammeln.

Im 2. Halbjahr des letzten Schuljahres schloss sich direkt die C-Trainer-Ausbildung an, zu der das Bischöfliche Gymnasium wieder die Unterstützung des Fußballkreises Heinsberg erhielt. Die Stützpunkttrainer Dirk Heimanns und Dirk Colling sorgten dafür, dass die Ausbildung der Schüler vergleichbar mit der Ausbildung der Trainer auf Kreisebene durchgeführt wurde.

Viel Arbeit kam auf die zukünftigen C-Schein-Inhaber zu, die anschließend alle Mannschaften auf Kreisebene trainieren dürfen. In 90 weiteren Lerneinheiten ging es um allgemeine Trainings- und Bewegungslehre, das Planen und Durchführen von Trainingseinheiten, die Philosophie von Kinder- und Jugendtraining und deren Umsetzung in Training und Spiel. Darüber hinaus mussten die Schüler einen Erste-Hilfe-Kurs absolvieren. Doch die Mühen lohnten sich.

Nach einer sehr zeit- und arbeitsintensiven aber auch äußerst lehrreichen und interessanten Ausbildung bestanden schließlich alle Schüler die schriftliche, mündliche und praktische Prüfung. Der Praxisteil wurde im Rahmen einer Trainingseinheit im Stützpunkt in Baal durchgeführt. Riccardo Marangi: „Das Modell, die Trainerausbildung als Projektkurs für die Q1 anzubieten, hat sich optimal bewährt.“ Die Vorteile lägen auf der Hand. Da der Projektkurs in der Jahrgangsstufe Q1 als zweistündiger Kurs auf das Stunden-Deputat angerechnet wird und die Benotung in die Abiturnote mit einfließt, lohne sich die Ausbildung für die Oberstufen-Schüler trotz des vermehrten Aufwandes in vielfacher Hinsicht.

Neben diesen schulischen Vorteilen sei sicherlich der Mehrwert dieser Ausbildung ganz besonders in der Persönlichkeitsentwicklung der Jugendlichen zu sehen, stellte  Riccardo Marangi fest. Durch die Übernahme der gesellschaftlichen Verantwortung würden die Schüler in Bezug auf wichtige Schlüsselqualifikationen, wie Verantwortungsbewusstsein, Zuverlässigkeit und Führungsqualitäten geschult.

Folgende Schülern nahmen erfolgreich am Projektkurs teil: Dennis Baumann (SV Waldfeucht-Bocket), Jonas Bender, Nick Bienwald (beide SV Breberen), Alexander Beumers, Carel Boylan, Lennart Janßen (alle SVG Birgden-Langbroich-Schierwaldenrath), Lukas Brocker, Oliver Schiffgens (beide FC Germania Teveren), Kevin Rubaszewski (Borussia Mönchengladbach), Fabian Schlömer, Noah Vaßen (beide SC Selfkant), Daniel Schroeders (FC Concordia Haaren), Jakob Welfens (SV Waldenrath-Straeten) und Florian Winkels (DJK Gillrath).

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