1. Lokales
  2. Geilenkirchen

Geilenkirchen: Geilenkirchener Musikschule ist gerettet

Geilenkirchen : Geilenkirchener Musikschule ist gerettet

Die Geilenkirchener CDU hat beschlossen, dass die Stadt der Musikschule in den nächsten drei Jahren wieder einen jährlichen Zuschuss in Höhe von 35.000 Euro zahlt.

Dies bestätigte Geilenkirchens CDU-Ortsverbandsvorsitzender Franz-Michael Jansen auf Anfrage unserer Zeitung.

„Wir wollten der Musikschule einen sicheren Planungshorizont von drei Jahren verschaffen”, sagt Jansen und begründet die Meinungsänderung in der CDU: „Ansonsten wäre die Musikschule des Kreises Heinsberg das Auffangbecken der Geilenkirchener Musikschüler geworden. Die Geilenkirchener Musikschule als eingetragener Verein arbeitet von der Kostenseite her effizienter als die kreiseigene Musikschule. Der zu zahlende Zuschuss pro Schüler wäre höher gewesen.”

Der Vorstand der Musikschule sehe auf dieser Basis eine Fortführung als gegeben an. Im Jahre 2001 noch hatte die Musikschule einen Zuschuss in Höhe von 35.000 Euro erhalten. Dann aber hat der Rat der Stadt Geilenkirchen im Rahmen der Haushaltssatzung beschlossen, die Zuschüsse für alle Vereine jährlich um 20 Prozent zu kürzen.

So erhielt die Musikschule im Jahr 2002 nur noch 28.800 Euro, im Jahre 2003 21.600 Euro. Noch in seiner letzten Haushaltsrede hatte sich Bürgermeister Franz Beemelmanns gegen eine weitere Kürzung der Zuschüsse ab 2004 und damit gegen die Sparpläne seiner Partei ausgesprochen.

Würden 400 Geilenkirchener Musikschüler zur Kreismusikschule wechseln, bedeute dies Kosten in Höhe von 70.000 Euro, argumentierte er damals. Der amtierende Vorstand um den Vorsitzenden Uwe Böken stand bei der Jahreshauptversammlung im Frühjahr für eine Wiederwahl nicht mehr zur Verfügung und ist derzeit kommissarisch im Amt.

„Ich freue mich, dass die Mehrheitsfraktion endlich, zwar spät, aber besser spät als gar nicht, eingesehen hat, dass jede andere Lösung für Geilenkirchen teurer würde”, erklärt Uwe Böken, kommissarischer Vorsitzender der Musikschule.

Für die städtische Musikschule Übach-Palenberg mache eine Fusion mit der Kreismusikschule Sinn, da die städtische Einrichtung jährlich mit 140.000 Euro bezuschusst worden sei.

„Würde die Geilenkirchener Musikschule gleiches tun, müsste die Stadt mit dem Dreifachen der derzeitigen Kosten belastet werden. Das habe ich schon vor einem Jahr gesagt. Entweder hat man es nicht verstanden oder man wollte es nicht verstehen”, so Böken.

Und weiter: „Wichtig ist, dass sie es eingesehen und das Ruder im letzten Moment herumgerissen haben.”

Am 16. Dezember findet eine außerordentliche Mitgliederversammlung statt. Bis dahin werden Böken und sein Team die Situation überdenken und möglicherweise für eine Wiederwahl zur Verfügung stehen.