Geilenkirchener im Einsatz am Friedhof Cernay in Frankreich

Kriegsgräber : Soldaten und zivile Mitarbeiter pflegen Grabkreuze in Frankreich

Sie wollen nicht zurück in das heimatliche Geilenkirchen fahren, bevor sie die bereits im vergangenen Jahr begonnenen Arbeiten am Soldatenfriedhof in Cernay, Frankreich, zur Gänze abgeschlossen haben.

Ein Dutzend Soldaten und zivile Mitarbeiter des Zentrums für Verifikationsaufgaben der Bundeswehr (ZVBw) unter Führung ihres Kommandeurs, Brigadegeneral Peter Braunstein, arbeiten derzeit mit großem Eifer auf dem Gräberfeld. „Wir wollen die bereits im letzten Jahr begonnene Arbeit hier in jedem Fall abschließen. Dies ist meinen Soldaten, zivilen Mitarbeitern und mir wichtig“, sagt dazu Peter Braunstein.

Der General war so wie die Mehrheit seiner Mitarbeiter ebenfalls im Vorjahr mit dabei, als man bereits einige tausend Grabkreuze aufbereitet und weitere Pflegearbeiten ausgeführt hatte. „Wir nutzen diesen Einsatz auch ganz bewusst wieder als Maßnahme im Rahmen der politischen Bildung“, führt der Kommandeur weiter aus.

„So unterstützen wir die wichtige Arbeit des Volksbundes, der vor genau 100 Jahren gegründet wurde, und setzen uns gleichzeitig mit unserer eigenen Geschichte auseinander.“ Daher gehören neben weiteren Exkursionen auch ein Besuch der Gedenkstätte am Hartmannsweiler Kopf zum Programm, ebenso wie eine Gedenkfeier, die gemeinsam mit Vertretern des Volksbundes und ihrer französischen Partnerorganisationgefeiert wird.

Besonders große Anerkennung findet die Arbeit der Helfer auch beim Inspekteur der Streitkräftebasis. Generalleutnant Martin Schelleis besuchte das Team und legte auch selbst bei den Arbeiten mit Hand an. „Es ist großartig, was hier geleistet wird. Alle sind mit Feuereifer dabei. Das ist wirklich aktive Auseinandersetzung mit unserer Geschichte.“

(red)