Geilenkirchen: Zentrum für Verifikationsaufgaben der Bundeswehr

Geilenkirchener Inspektoren in Armenien : Panzer wurden zu Schrott

Ein Inspektionsteam des Zentrums für Verifikationsaufgaben der Bundeswehr (ZVBw) aus Geilenkirchen hat sich vor Ort in Yeghvard (Armenien) von der Zerstörung von 21 gepanzerten Mannschaftstransportwagen überzeugt.

Diese Zerstörung erfolgte im Rahmen der Einhaltung von Vorgaben des Vertrags über Konventionelle Streitkräfte in Europa (KSE-Vertrag). Der Kommandeur des Zentrums, Brigadegeneral Peter Braunstein, machte sich persönlich vor Ort ein Bild von der Maßnahme.

Zuvor hatte Armenien über die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) die Zerstörung der 21 gepanzerten Kampffahrzeuge angekündigt. Dazu müssen mehrere vom KSE-Vertrag genau vorgegebene Abschnitte mit dem Schweißbrenner aus den Kampffahrzeugen herausgetrennt werden, um eine weitere militärische Nutzung auszuschließen.

Die Inspektoren aus Geilenkirchen hatten in Yegvard die Aufgabe, sich zu vergewissern, dass alle erforderlichen Arbeitsschritte korrekt ausgeführt wurden, um im Anschluss daran die vertragskonforme Zerstörung bescheinigen zu können.

Mit der erfolgreichen Durchführung dieser Maßnahme konnte Armenien die Anzahl seiner gepanzerten Kampffahrzeuge wieder unterhalb der für das Land gemäß KSE-Vertrag geltenden Höchstgrenze bringen. Das ZVBw hatte Armenien seit der Überschreitung dieser Höchstgrenze unterstützend begleitet.

Durch die Zerstörung wurden nicht nur Gefechtsfahrzeuge in Schrott verwandelt, sondern auch ein Beitrag zur Sicherheit geleistet. Mit finanzieller Unterstützung durch einen Treuhandfond der Nato mit Deutschland als federführender Nation sollen noch weitere 140 Militärfahrzeuge zerstört werden – ein deutliches Zeichen für das deutsche Engagement für Frieden und Sicherheit in der Kaukasusregion.

Die Mittel, die mit dem Verkauf des entstehenden Schrotts erzielt werden, sind für Minenopfer in Armenien vorgesehen.

(red)
Mehr von Aachener Zeitung