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Geilenkirchen: Rückkehr-Gottesdienst der Sternsinger

„Ist das nicht ein Wunder?“ : Sternsinger sammeln 20.000 Euro

„Wir gehören zusammen“ – unter diesem Motto stand der Rückkehr-Gottesdienst der Sternsinger in der Kirche St. Marien in Geilekirchen. Die Kinder haben einen stattlichen Geldbetrag für behinderte Kinder in Peru gesammelt.

Traditionell fand in der Geilenkirchener Kirche St. Marien der Rückkehr-Gottesdienst der Sternsinger statt. Mit ihren selbst gebastelten, goldfarbenen Kronen, bunten Umhängen und dem Stern von Bethlehem hatten sich 230 von ihnen im bis auf den letzten Platz besetzten Gotteshaus versammelt.

Um den 6. Januar herum waren sie singend von Haus zu Haus gezogen, hatten ihren Segen 20*C+M+B+19 mit gesegneter Kreide über die Türen geschrieben und Spenden gesammelt – in diesem Jahr für behinderte Kinder in Peru unter dem Motto „Wir gehören zusammen“.

Pfarrer Peter Frisch zelebrierte die Messe und begrüßte die Sternsinger aus den sieben Gemeinden der „Gemeinschaft der Gemeinden St. Bonifatius Geilenkirchen“ mit den Worten: „Ihr habt den Menschen den Segen gebracht, und sie haben euch Geld gegeben, damit Kinder weltweit besser leben können. Somit ist dieses Geld zum Segen geworden. Ist das nicht ein Wunder?“

Der Gottesdienst wurde von den Kindern und ihren Betreuern mitgestaltet. Beatrix Springer, Betreuerin für St. Mariä Himmelfahrt, verkündete, die Sternsingeraktion sei die größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder weltweit. In diesem Jahr seien 230 Kinder ehrenamtlich von 85 Erwachsenen begleitet worden. Ursula Dürnholz, Gemeindereferentin und Koordinatorin der Sternsingeraktion in den sieben Gemeinden, hob hervor: „Nach der Rückkehr von den Haustürbesuchen wird das Geld gezählt – das ist immer besonders aufregend für die Kinder!“

Auch die Sternsinger erzählten den Kirchenbesuchern von den Erlebnissen ihres „Dreikönigssingens“: „Mich hat es gefreut, dass teils die Leute schon auf uns gewartet haben“, meinte Lilly Bürschgens, während es Sophie Breuer besonders gefallen hatte „den Leuten den Segen zu geben“. Von einer ganz besonderen Erfahrung berichteten zudem vier Kinder: „Wir waren bei Angela Merkel in Berlin im Bundeskanzleramt und haben mit ihr drei Lieder gesungen!“

Den Brauch des „Sternsingens“ gibt es übrigens bereits seit dem Mittelalter. Damals zogen Jungen als Könige verkleidet durch die Gassen und spielten die Krippe nach. 1958 wurde dies vom Kindermissionswerk aufgegriffen mit einem neuen Ziel – Spenden sammeln für Kinder in Not.

Wie immer steckte viel Arbeit in der Vorbereitung und Durchführung des „Sternsingens“, bei dem alle ehrenamtlich tätig waren. Die Verantwortlichen vor Ort, die die Kinder in den Kommunionstunden sowie in den Außengemeinden und in der Oase vorbereiteten, waren Silvia Beemelmanns (St. Mariä Namen Gillrath), Ellen Krudewig (St. Kornelius Kreuzrath), Bertel Philippen (St. Johann Evangelist Prummern), Helga Rick (Süggerath), Susanne Haselier (St. Willibrord Teveren), Anja Mülders (St. Anna Tripsrath) und Beatrix Springer (St. Mariä Himmelfahrt Geilenkirchen).

Nach dem Aussegnungs-Gottesdienst in jeder Gemeinde zogen die Kinder los und besuchten auch Einrichtungen wie das Krankenhaus, Seniorenheime, Kindergärten und die Tagespflege.

Am Schluss der Messe machte Pfarrer Frisch es spannend und ließ die Kinder raten, wie viel Geld wohl insgesamt in diesem Jahr zusammengekommen sei – 10.000 Euro, 15.000 Euro oder gar mehr? Sage und schreibe rund 20.000 Euro hätten die fleißigen, kleinen Könige gesammelt, erklärte er und dankte ihnen für ihre großartige Leistung: „Wenn ihr euch nicht bei schlechtem Wetter auf den Weg gemacht hättet, dann wäre das nicht zusammengekommen!“

Nach der Messe durften sich die Sternsinger auf Kakao und Plätzchen in der Oase freuen und die ganze Gemeinde auf ein gemütliches Zusammensein.