Geilenkirchen: Neues Stück der Fidelen Bühne Waurichen

Fidele Bühne Waurichen : „Mehr als ein Durcheinander“

Schon bei den Proben gab es Lachanfälle hinter der Bühne. Die neue Komödie der Fidelen Bühne Waurichen „Mehr als ein Durcheinander“ verspricht, ein großer Spaß für Schauspieler und Besucher zu werden. Anfang April ist Premiere.

Seit 20 Jahren sorgt eine quirlige Laienspielgruppe aus Waurichen für kurzweiliges Theatervergnügen, und bald ist es wieder soweit: Am 5. April findet im Bürgerhaus die Premiere der neuen Komödie „Mehr als ein Durcheinander“ von Ludwig Pausch statt.

„Aus mehreren Gründen haben wir uns erst recht spät entschlossen, in diesem Jahr wieder ein neues Stück aufzuführen“, erklärt Nicole Schieren, zweite Vorsitzende des Vereins. Ulli Sausen-Malka, die meist Regie führte, sei wegen einer Erkrankung nicht dazu in der Lage, zudem seien zwei weitere Darsteller verhindert und könnten nicht mitwirken. „Glücklicherweise haben wir jedoch im November ein neues Mitglied gewinnen können, das sich auch auf die Bühne traut: Bernd Wynands aus Waurichen“, freut sich die Vorsitzende Marianne Berger. Er habe bereits Bühnenerfahrung im musikalischen Bereich und sich prima in die Gemeinschaft integriert.

„Ende November haben wir mit den Proben angefangen“, schildert Berger, „nicht zuletzt auch deshalb, weil uns die Leute immer wieder fragten, ob wir wieder spielen!“ Auf jeden Fall liege es allen Mitwirkenden sehr am Herzen, Dorfkultur zu erhalten, bekräftigt sie.

Worum geht es nun in dem witzigen Dreiakter? Der alleinstehende Bibliothekar Thomas ist Ende Dreißig und völlig verzweifelt, denn nicht nur beruflich geht es mit ihm bergab. Sein Leben scheint nur noch aus einer Aneinanderreihung von Unglücksfällen zu bestehen, so dass sogar seine bissige, abergläubische Putzfrau Rosemarie ihn bemitleidet. Sie ist zudem felsenfest davon überzeugt, dass sein Pech begann, als ein Spiegel zerbrach.

Zu allem Unglück wird auch Gevatter Tod auf ihn aufmerksam und schickt seinen Gehilfen Voldemort aus der Abteilung „Überführungen“ zu ihm. Welch ein Glück, dass Thomas seinen gutherzigen Schutzengel namens Karl hat. Dieser ist entsetzt über das Erscheinen von Voldemort und kann nicht glauben, dass sein Schützling verloren sein soll.

Für Karl ist Thomas nur ein liebenswürdiger Chaot, der vorübergehend etwas „neben der Spur“ ist. Mutig tritt er seinem dunklen Kollegen entgegen und vereinbart mit ihm, dass Thomas nicht angerührt wird, bis dieser Fall von „oberster Stelle“ geprüft wurde. Voldemort täuscht jedoch nur listig vor, sich an die Abmachung zu halten. Für ihn ist der Fall Thomas ganz klar ein Auftrag, den er höchst effizient erledigen möchte...

Wie geht es weiter? Kann sich der gutmütige Karl gegen den imposanten Voldemort durchsetzen? Gelingt es vielleicht einer ganz anderen Macht, einen Umschwung in Thomas Leben herbeizuführen? Und wird die schadenfrohe Rosemarie zum Schluss noch etwas zu lachen haben, wenn sie erfährt, was die Begegnung von Thomas mit Sandra zur Folge hat?

Wer jetzt neugierig geworden ist, kann alles live erleben und lachen in einer der drei Vorstellungen. Bei der Aufführung am Sonntag lockt zudem selbst gebackener Kuchen, und zu allen Veranstaltungen werden Snacks und Getränke gereicht.

Die Mitwirkenden und ihre Rollen sind: Bernd Wynands (Thomas), Peter Berger-Noth (Schutzengel Karl), Rüdiger Tamm (Voldemort), Marianne Berger (Putzfrau Rosemarie), und Nicole Schieren (Sandra). Regie führen die Schauspieler selbst, zusammen mit Souffleuse Anneliese Schaps. In der Maske sind Christine Jung und Tochter Julia.

Aufführungstermine im Bürgerhaus Waurichen: Premiere Freitag, 5. April, um 19.30 Uhr. Weitere Vorstellungen: Samstag, 6. April, um 19.30 Uhr und Sonntag, 7. April, um 15 Uhr. Rollstuhlfahrer sind herzlich willkommen, der Zugang ist ebenerdig. Der Eintritt beträgt für Erwachsene acht Euro, für Kinder und Jugendliche fünf Euro. Karten gibt es bei Marianne Berger unter 02451-9130707 und Nicole Schieren unter 02451-9071454.