Geilenkirchen: Netzwerk Alter und kognitive Beeinträchtigungen

Neues Netzwerk : Alter und kognitive Beeinträchtigungen

In Geilenkirchen wurde das neue Netzwerk „Alter und kognitive Beeinträchtigungen“ gegründet. Die Mitglieder wollen sich austauschen und ein Konzept zur Unterstützung dieses Personenkreises erarbeiten.

Mit dem Eintritt ins Rentenalter, dem Verlassen der Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) und dem Auftreten altersbedingter Einschränkungen müssen Angebote für ältere Menschen erweitert oder neu geschaffen werden. Dies ist eine Herausforderung für Gesellschaft, Politik, Verwaltung, Leistungsträger und auch an die Leistungserbringer. In Geilenkirchen hat sich nun eine Gruppe von Menschen, die in der Behinterte- und Altenhilfe tätig sind, getroffen und das Netzwerk „Alter und kognitive Beeinträchtigungen“ gegründet.

Dass Familienstrukturen gesellschaftlich immer mehr an Bedeutung verlieren, wirkt sich auch auf die familiären Unterstützungssysteme für ältere Menschen genauso wie für Menschen mit Behinderungen aus. Der außer-familiäre Hilfebedarf für diesen Personenkreis, egal welchen Alters, wird weiter zunehmen und kann sicherlich nicht vollständig durch das bereits vorhandene Angebot abgedeckt werden. Auch wenn ältere Menschen mit Behinderungen noch in ihrer Familie leben, kann der Unterstützungsbedarf zunehmen. Alte oder auch betagte Partner, Eltern und Angehörige können ihre Partner, Kinder oder Geschwister nicht immer ausreichend begleiten oder gar pflegen.

Im Jahr 2018 hat das Demenz-Servicezentrum Regio Aachen/Eifel in Kooperation mit der Stadt Euskirchen und der Franziskusheim gGmbH in Geilenkirchen bereits zwei Informationsveranstaltungen zum Thema Demenz und geistige Behinderung durchgeführt. Unterschiedliche Berufsgruppen aus sozialen Einrichtungen sind hier zusammengekommen und haben sich austauschen können. Hier war vor allem deutlich geworden, dass das Thema immer mehr an Bedeutung gewinnt und den in diesem Bereich tätigen Menschen für die ihnen anvertrauten Menschen extrem unter den Nägeln brennt. Der Wunsch nach mehr Austausch und der Gründung eines Netzwerkes wurde laut.

Damit dies nun konkretisiert werden kann, fand im Franziskusheim die Gründungsveranstaltung des neuen Netzwerks statt. Ziel ist, neben dem Informations- und Erfahrungsaustausch, ein gemeinsames Konzept für die Unterstützung älterer Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung. Das Netzwerk wird sich zukünftig in den Einrichtungen der verschiedenen Träger aus dem Kreis Heinsberg, Düren und der Städteregion Aachen treffen.

(red)
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