Geilenkirchen: Festakt zum 50. Jubiläum der Musikschule

50 Jahre Musikschule Geilenkirchen : „Der Zuspruch ist heute höher denn je“

Mit einem Jubiläumskonzert feierte die Musikschule Geilenkirchen ihr 50-jähriges Bestehen mit Freunden, Gönnern und Musikliebhabern im Haus Basten.

Das Konzert bot den zahlreichen Zuhörern, die vor der Bühne im Festsaal Platz genommen hatten, einen sehr schönen Überblick über die musikalischen Leistungen der Schülerinnen und Schüler der Musikschule Geilenkirchen in den verschiedenen Altersstufen. Klavier, Gitarre, Flöte und Violine kamen beim Jubiläumskonzert zum Einsatz, Streicher- und Harfenensemble und die Musikschulband traten auf, und es wurde gesungen. Teilweise wurden die Schüler auch von ihren Lehrern begleitet.

Einen sehr schönen Beitrag zum Jubiläumskonzert leistete beispielsweise Eliza Bouras, die auf der Gitarre den Hit der Gruppe Kansas „Dust in the wind“ in einer akustischen Version vortrug. Eliza wurde von ihrem Lehrer Alexei DeVici auf der Gitarre begleitet. Patrick Theil trommelte dazu auf dem Cajon.

Neben Songs aus der Popgeschichte stand vor allem die klassische Konzertliteratur auf dem Programm zum 50. Jubiläum, durch das Wil Cremers aus dem Team der Musikschule als Moderator führte. Cremers kündigte nicht nur die Künstler an, sondern spielte auch bei der Musikschulband, die im Foyer vor dem Konzertsaal auftrat, den Bass.

Geilenkirchens Bürgermeister Georg Schmitz würdigte in seiner Ansprache die Verdienste der Musikschule und der Menschen, die sie gestalten. „Der Musik kann man sich hier von allen Seiten in all ihren Facetten nähern, Talente werden entdeckt und gefördert.“ Die Musikschule leiste einen großen Beitrag zur Persönlichkeitsbildung ihrer Schüler und sei ein Treffpunkt für alle, die miteinander musizieren wollen.

Eliza Bouras, Patrick Theil und Alexei DeVici (v.l.n.r.) spielten beim Jubiläumskonzert der Musikschule Geilenkirchen im Haus Basten den Popklassiker „Dust in the wind“. Foto: Dettmar Fischer

Der Vorsitzende der Musikschule Geilenkirchen, Uwe Böken, wies in seiner Festansprache darauf hin, dass es für die Schüler der Musikschule enorm wichtig sei, das Erlernte bei größeren und kleineren Konzerten einem Publikum zu präsentieren, um aus dem Zuspruch auch wieder Motivation für das weitere Lernen und Üben zu gewinnen.

Dieses Geburtstagskonzert sei aber etwas sehr Besonderes, da es an die Wurzeln der Musikschule, die vor 50 Jahren am 1. Oktober 1969 gegründet worden war, erinnerte. Als damalige Zweigstelle der „Heinsberger Chorkinder“ sei sie als Verein auf Initiative der Ursulinenschwester Cäcilie gegründet und zunächst auch von dieser geleitet worden. Schon kurz nach der Gründung habe Heinrich Plum den Vorsitz übernommen. Und am 1. Oktober 1970 sei die Gründung der selbständigen Jugendmusikschule Geilenkirchen vollzogen worden.

Die Schülerzahl sei über die Jahre stetig angestiegen, führte Uwe Böken aus. Von zunächst 50 Schülern sei die Zahl auf 300 beim 25. Jubiläum gestiegen, und heute musizierten hier über 600 Musikschüler. Böken: „Der Zuspruch ist höher denn je, darauf können wir alle gemeinsam stolz sein!“ 1993 habe er, so Böken, den Vorsitz übernommen und diese Entscheidung nie bereut.

Eine Neuorientierung sei mit der Namensänderung von „Jugendmusikschule“ in „Musikschule“ eingeleitet worden. Die Ausbildung älterer und auch fortgeschrittener Schüler sei angestrebt worden. Man habe immer neue Wege beschritten, etwa mit der Zwergenmusik oder dem Instrumentenkarussell, Erfolgsmodelle, die auch von benachbarten Systemen übernommen worden seien.

Bis heute habe der Vertrag, der 1995 mit dem damaligen Bürgermeister Franz Beemelmanns geschlossen worden sei und der die Zusammenarbeit zwischen Stadt und Musikschule regle, Gültigkeit. Trotz steigender Kosten komme man mit dem damals festgeschriebenen Betrag zur finanziellen Unterstützung der Musikschule aus. Mit dem vor wenigen Tagen gewählten stellvertretenden Vorsitzenden Ingo Kempe sei ein Schritt in die nächste Führungsgeneration der Musikschule getan worden. Uwe Böken: „Ich wünsche dieser Musikschule nach 50 erfolgreichen Jahren einen guten Start in die zweite Hälfte der Hundert…“