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Geilenkirchen: Gefälschte Kreditkarten werfen Fragen auf

Geilenkirchen : Gefälschte Kreditkarten werfen Fragen auf

Auch der dritte Verhandlungstag am Dienstag gegen ein 32 und 36 Jahre altes Gastronomen-Ehepaar aus dem Kreis Heinsberg blieb ohne Urteil.

Dem Paar wird vorgeworfen, mit Hilfe gefälschter Kreditkarten am eigenen Abrechnungsgerät im Lokal unberechtigt Gelder von ausländischen Konten abgehoben zu haben.

Dabei handelte es sich im Zeitraum vom 9. bis 11. November 2002 um Einzelbeträge zwischen 942,50 und 1896 Euro, insgesamt sei ein Schaden von 7500 Euro entstanden.

Das Paar streitet die Vorwürfe ab, vielmehr hätten sie zum fraglichen Zeitraum eine Reisegruppe aus Frankreich oder Spanien, da waren sie nicht sicher, zu Gast gehabt. Die Rechnungen dieser 30 bis 35 Gäste seien mit den in Frage kommenden Kreditkarten beglichen worden.

Dass sie sich selbst gefälschte Karten beschafft hätten, verneinten sie, vielmehr beriefen sie sich auf die Gäste, deren Karten sie benutzt hätten, um Geld abzubuchen.

Neuer Termin

Die Frage, ob die Karten nun von Gästen stammten, oder wissentlich von den Angeklagten benutzt wurden, bleibt weiterhin offen. Fest steht nur, dass für einen der Tage im fraglichen Zeitraum kein Eintrag über Einnahmen im Kassenbuch vermerkt ist.

Zudem gibt es Hinweise, dass der 36-jährige Angeklagte Verbindungen zu einem Restaurant in Wuppertal hat. Dort waren auch Abbuchungen mit gefälschten Kreditkarten vorgenommen worden.

Doch da der Restaurantinhaber aus Wuppertal auch nach erneuter Ladung durch das Amtsgericht Geilenkirchen nicht erschienen war, wurde am Dienstag nach mehr als zweistündiger Verhandlung wieder ein neuer Verhandlungstermin festgesetzt.

So geht die Verhandlung am Donnerstag, 24. Juni, um 14 Uhr in die nächste Runde, dann will die Verteidigung auch weitere Beweisanträge stellen.