Gangelt: Gangelter Bruch: Regelmäßiges Beischneiden macht robust

Gangelt: Gangelter Bruch: Regelmäßiges Beischneiden macht robust

Der NABU Selfkant ließ am Samstagmorgen im Gangelter Bruch zahlreiche Motorsägen auf Hochtouren laufen. Es war nicht bloß ein Gerätetest, denn die Motorsägen wurden von den Naturschutzexperten mehr als sinnvoll eingesetzt. Im Bereich der Verlängerung des Hochwildfreigeheges und der Etzenrather Mühle stand der Biotop- und Kopfweidenschnitt an.

Rund 20 Naturfreunde waren zur frühen Stunde am Samstagmorgen dabei. Nach kurzer Einsatzbesprechung an der Etzenrather Mühle schritten die Naturfreunde zur Tat. Sogleich heulten die Motorsägen auf. Entlang des Fahrradweges wurden die Kopfweiden geschnitten. „Jeder Baum ist ein Biotop für sich“ sagten die NABU-Experten. Sie sehen ihre Arbeit als Gewinn für Mensch und Natur.

„Die Nutzung der Kopfweide hat kulturhistorische Bedeutung. Ob für Brennholz oder zur Herstellung von Werkzeugen — das Holz der Kopfweide ist wie der Baum generell sehr widerstandsfähig“, sagte einer der Experten vor Ort.

Im Rhythmus von fünf bis sieben Jahren wird eine Kopfweide kahlgeschnitten und erholt sich dann sehr schnell wieder. Der Schnitt ist für den Baum lebenswichtig: Er macht ihn robust. Auch für den Gangelter Bruch bedeutet der Kopfweidenschnitt eine Aufwertung. „Umweltschutz heißt nicht nur, Bäume zu pflanzen, auch Pflege und Erhalt sind wichtige Aspekte“, so die Experten vor Ort.

Unterstützt wurden die Naturfreunde von Mitarbeitern des Bauhofes der Gemeinde Gangelt, die mit einer großen Häckselmaschine im Einsatz waren und das Astwerk zerkleinerten. In den nächsten Wochen sind die Naturfreunde bei weiteren Projekten sehr aktiv.

(agsb)
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