Jubiläumskonzert: Spielmannszug feiert Geburtstag

Jubiläumskonzert : Spielmannszug feiert Geburtstag

Ein bemerkenswertes und beeindruckendes Jubiläumskonzert präsentierte der Spielmannszug Schierwaldenrath zum 95-jährigen Bestehen in der Pfarrkirche. Die Musikkonzerte in der Pfarrkirche bieten ideale akustische Voraussetzungen.

Und man bot den vielen Musikfreunden aus Nah und Fern einen besonderen Gast, man blieb allerdings im Dorf.

Der Musikverein Schierwaldenrath spielte im zweiten Konzertteil auf. Zunächst übernahm Dirigent Roger Janssen das Kommando. Das Spielmannsorchester spielte sich gleich  mit „North and South“ in die Herzen aller und legte die Messlatte gleich hoch. Mit „Ich glaube“ von Udo Jürgens wurde ein geniales Zusammenspiel deutlich, die monatelange Vorbereitung auf dieses Konzert hin zahlte sich aus. Der Applaus gab noch mehr Motivation.

Musikalisch weiterentwickelt

Wie sehr sich das Spielmannswesen seit Jahren musikalisch verändert hat, wurde in den folgenden Konzertstücken deutlich. Mit „The Winner takes it all“ griffen die Spielmannsleute in die Schlagerkiste und  starteten eine eigene Hitparade. Das Orchester war schon jetzt selbst der „Winner oft he day“ und man freute sich auf „First day of my live“. Die Musikfreunde im Kirchenschiff staunten, der Spielmannszug kletterte weiter auf der Erfolgsleiter nach oben. Mit „A thousand years“ - „Hard to say I´m sorry“ sowie „Lay all your love on me” eroberte man den Musikhimmel im rasanten Spiel, da war nicht nur die musikalische Leitung mit Pascal Janssen mächtig stolz auf das Orchester.

Der Spielmannszug Schierwaldenrath genoss den lang anhaltenden Applaus in vollen Zügen und machte selbst voller Stolz Platz für den angekündigten besonderen Gast.

Der Musikverein Schierwaldenrath nahm Platz. Und wie sehr Schierwaldenrath stolz auf seine beiden musikalischen Aushängeschilder ist, wurde im Applaus bereits vor dem ersten Stück deutlich.

Unter Dirigent Toni Hilgers nahm der Musikverein Kurs auf Ungarn, spielte die „Kleine Ungarische Rhapsodie“, für rund sechs Minuten konnten alle in ihrer Phantasie von der ungarischen Puszta träumen. Es war schon ein grandioser Einstieg der Schierwaldenrather Musikkanten.  Und als ob sich beide Dirigenten vorher abgesprochen hätten, griff der Musikverein ebenfalls in die Schlagerkiste und ließ das Publikum weiter träumen. „Don´t stop me now“ sah nicht nur die Saxophonspieler im Mittelpunkt.

Wie zuvor bei den Spielmannsleuten wurden die Zuschauer auf eine musikalische Reise durch die Klangwelten mitgenommen. „Beyond the sea“ und „Queens Park“ waren Glanzlichter im Konzert. Die Musikfreunde bedankten sich mit tosendem Applaus für dieses Doppelkonzert und konnten sich überzeugen, dass beide Orchester ein tolles Repertoire  besitzen und kamen zur Erkenntnis: Musik ist Leben in Schierwaldenrath.

(agsb)
Mehr von Aachener Zeitung