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Obergeschoss in Flammen: Mann will bei Wohnhausbrand Katze retten und verletzt sich schwer

Obergeschoss in Flammen : Mann will bei Wohnhausbrand Katze retten und verletzt sich schwer

Bei dem Versuch, seine Katze aus dem brennenden Haus zu retten, hat sich ein Mann aus Gangelt am Samstag schwere Brandverletzungen und eine Rauchgasvergiftung zugezogen.

Die Feuerwehr Gangelt wurde um 13.49 am Samstagmittag zu einem Wohnungsbrand in Birgden alarmiert. Da die Einsatzstelle nicht weit vom Feuerwehr-Gerätehaus entfernt war, traf der Einsatztrupp bereits nach rund fünf Minuten am Einfamilienhaus ein.

Trotz der kurzen Anfahrt stand das Obergeschoss bereits in Flammen, Feuer kam aus dem Dachstuhl. Nach Angaben der Feuerwehr wurde umgehend ein Löschangriff eingeleitet und gleichzeitig der Bewohner ärztlich versorgt. Der hatte sich, beim Versuch seine Katze zu retten, schwere Brandverletzungen und eine Rauchgasvergiftung zugezogen. Kurz nach der Behandlung vor Ort wurde der Mann mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen.

Mehreren Trupps der Feuerwehr gelang es unterdessen, den Brand unter Kontrolle zu bringen. Ein Übergreifen der Flammen auf die angrenzenden Häuser konnte erfolgreich verhindert werden. Den Einsatzkräften gelang es auch, die vermisste Katze aus dem brennenden Haus zu retten. Sie wurde zügig zu einem Tierarzt in der Nähe gebracht.

Um die Glutnester im Dach löschen zu können, mussten die Dachziegel des Wohnhauses aufwendig entfernt werden. Die Nachlöscharbeiten zogen sich bis in die Abendstunden.

 Mit schweren Verbrennungen wurde der Bewohner des Einfamilienhauses in ein Krankenhaus geflogen.
Mit schweren Verbrennungen wurde der Bewohner des Einfamilienhauses in ein Krankenhaus geflogen. Foto: Feuerwehr Gangelt/Oliver Thelen

Gangelts Bürgermeister, Guido Willems, verschaffte sich zudem persönlich ein Bild der Lage und bedankte sich bei den rund 50 Einsatzkräften für die gute Arbeit. Die Einheiten Birgden und Schierwaldenrath sowie die Besatzungen der Drehleiter, des Großtanklöschfahrzeuges und der Fernmeldeeinheit waren etwa viereinhalb Stunden lang unter der Leitung von Gemeindebrandinspektor Günter Paulzen im Einsatz.

(red/pol/dpa)