Förderung: Integration durch Schwimmen ein Erfolg

Förderung : Integration durch Schwimmen ein Erfolg

Das Freibad Gangelt sah jüngst den Abschluss eines nicht alltäglichen Projekts mit Schwerpunkt Integrationsarbeit. Das Deutsche Rote Kreuz hatte sich die Integrationsarbeit auf die Fahne geschrieben, das Kommunale Integrationszentrum (KAI) sieht hier mehr als ein Projekt.

Vor Monaten wurde, auch Dank der Stadt Hückelhoven, ein heißes Eisen angepackt, und zur Freude aller wurde die Idee zum Start einer Erfolgsgeschichte.

Das Projekt „Fit für das Schwimmbad“ sollte Mütter und Töchter von Flüchtlingsfamilien und Asylsuchende anspornen, das Schwimmen zu erlernen. Dies war leichter gesagt als getan, denn das Hallenbad musste während der Unterrichtseinheiten frei von männlichen Personen sein.  Gülsen Litherland und ihr Team vom KAI sowie die Stadt Hückelhoven und die DRLG meisterten die Sache, und es folgte die nächste Idee:  Männer und Söhne aus Flüchtlingsfamilien in der Gemeinde Gangelt sollten ebenfalls motiviert werden, Schwimmen zu lernen und das Seepferdchen-Abzeichen abzulegen.

Gülsen Litherland fand in der Gemeinde Gangelt gleich Zuspruch. Das Freibad konnte nach täglicher Schließung um 19 Uhr zwei Wochen lang kostenlos für dieses Projekt  genutzt werden. Gülsen Litherland: „Ein Lob an die Gemeinde Gangelt. In anderen Städten müssen für die Benutzung Gelder entrichtet werden.“

Gerd Schütz, Waldtraud Dahlmanns und Erich Pfunder betreuten rund 25 Projektteilnehmer. Einige Kinder trauten sich zunächst nicht ins Wasser. Dank der Lehrmeister wurden sie dann aber zu kleinen Wasserraten. „Ganz erstaunlich war, dass auch die weiblichen Geschwisterkinder teilnehmen durften. Für mich ein Quantensprung bei der Ausführung der Projektidee“, so Gerd Schütz. Generell war er überrascht vom Erfolg: einige Kinder schafften das Seepferdchen, ein Vater konnte das Schwimmabzeichen für Erwachsene absolvieren.

Aber nicht nur das Schwimmen selbst stand auf dem Unterrichtsplan.  Es wurden auch lebenswichtige Hinweise vermittelt, wie etwa die Tatsache, dass man nie bei Gewitter ins Wasser gehen sollte.

Das Schwimmprojekt soll nun fortgeführt werden. Und das Team hat mit „Self splash“ einen lustigen Namen für das Projekt gefunden.

(agsb)