Gemeinsames Konzert mit Jugendorchester Gangelt

Jugendorchester Gangelt : Gemeinsames Konzert soll neuen Nachwuchs in die Musikvereine locken

Erfolgreich beim Publikum, positiv für die Vereine und jede Menge Spaß bei den Akteuren – so lässt sich das erste Gemeinschaftsprojekt der sechs Musikvereine der Gemeinde Gangelt umschreiben.

Der einzige, der am Samstag ein bisschen Schweiß auf der Stirn stehen hatte, war Tim van Heel, der Dirigent des fast 70-köpfigen Ensembles. „Es war eine spannende Phase“, fasst er die vier gemeinsamen Proben des Orchesters zusammen.

In der vollbesetzten Willy-Bomanns-Festhalle in Breberen waren sich die Gäste einig, dass die Musiker im Alter von elf bis 25 Jahren Hervorragendes geleistet hatten. Der Applaus wollte nicht enden. Die Begrüßung hatte Maren Jansen vom Musikverein aus Schierwaldenrath übernommen. Durch das Programm führten Anna-Lena Schmitz und Hannah Sentis aus Breberen.

„Wichtig war natürlich die gute Vorbereitung im Jugendorchester und in den Musikvereinen selbst“, so Dirigent Tim van Heel. In vier gemeinsamen Proben allein kann man eben kein 75-minütiges Konzert einstudieren. Der Dirigent arbeitet aber mit den Musikern viel an den Feinheiten, und so klangen die Twighlight-Saga, Danza Kuduro, Melodien aus Piraten der Karibik, oder bekannte Kultlieder aus der 80ern und Viva la Vida wie aus einem Guss.

Einmal im Jahr treffen sich die Verantwortlichen der Musikvereine aus Gangelt, Birgden, Schierwaldenrath, Langbroich, Stahe-Niederbusch und Breberen zu einem Erfahrungsaustausch. In diesem Rahmen wurde die Idee geboren und mit dem Titel „Sound of the Future“ versehen. Im Namen steckt die große Idee des Projektes: Dem Nachwuchs Spaß an der Musik zu bieten und über ein solches Konzert neue, möglichst junge Mitglieder für die Vereine zu gewinnen. Dass es einheitliche T-Shirts gab, war der Kreissparkasse und Bürgermeister Bernhard Tholen zu verdanken.

Der erste Bürger der Gemeinde lobte dann auch in seiner kurzen Ansprach den Einsatz der Jugend, die steuernden „alten“ im Hintergrund und vor allem das Konzept, den Nachwuchs für die Musikvereine zu sichern.

Schaute man sich auf der großen und vollbesetzten Bühne der Festhalle in Breberen genau um, dann sah man zwei Herren, die doch eher der Seniorenabteilung des Jugendorchesters zuzuordnen waren: Peter Peters und Tobias Hermanns saßen an den beiden Bässen. Die sind elementar wichtig für den Klang, aber ob ihrer schieren Größe für Jugendliche schwer zu halten und ebenso schwer zu handhaben.

Ob denn diese Konzertform eine Wiederholung erfahren würde, kam schnell die Frage aus den Reihen der Gäste bei Kaffee und Kuchen. Eine Fortsetzung ist gewünscht und auch geplant. „Es gilt allerdings, die Terminkalender von einem halben Dutzend Musikvereinen darauf abzustimmen“, weist Tim van Heel auf eine kleine Schwierigkeit hin.

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