Gangelter Musiknacht bricht Besucherrekord

Rock ´n Roll, Pop, Rock, Soul und Blues : Gangelter Musiknacht bricht Besucherrekord

Rock ´n Roll, Pop, Rock, Soul und Blues bis in die Nacht. Noch nie haben so viele Gäste die Akteure bei der Gangelter Musiknacht beklatscht, wie bei der neunten Auflage des Festes am Samstagabend.

Schon zu Beginn des Konzertes, als die Sunny Pipers auftraten, war das Rund zwischen Freibad und Kahnweiher gut gefüllt. Allerdings riss der Zustrom der Besucher über die Freibadstraße den ganzen Abend nicht ab.

Seit 50 Jahren stehen die Sunny-Pipers auf den Bühnen der Region dies- und jenseits der Grenze. Da müssen sie sich einfach den Vergleich mit den Rolling Stones gefallen lassen; auch die sind nicht klein zu kriegen. Entsprechen breit das Repertoire, entsprechend groß die Routine. Sie sind in den Klassikern der Rock- und Popgeschichte zuhause. Herausragend von den Sechsen gespielt „Local Hero“ von Mark Knopfler, „Apache“ von den Shadows oder „Hotel California“ von den Eagles. Mangels einer hierfür nötigen Trompete griff Heinz Ernst zu seinem Saxophon.

Schon bei der ersten Band zeigte sich, wie stramm Rudi Rheimann das ganze organisiert hatte. „Noch zwei Stücke“, signalisierte er der Gruppe, als ihre Zeit zu Ende ging. „SHARP“ ist eine junge Band, bestehend aus drei Damen, die allesamt aus der Region kommen. „Wenn ihr als Gruppe zusammenfindet, könnte ihr nächstes Jahr hier auftreten“, hatte Rudi Rheimann Janet Odurukwe, Lena Schippers und Melanie Taschbach im letzten Jahr versprochen. Kurz ihr Gastspiel, hervorragend die Stimmen.

Rund 1800 Gäste fanden an diesem herrlichen Sommerabend Unterhaltung bei der Musiknacht. Foto: Karl-Heinz Hamacher

Ebenfalls ein Heimspiel hatte „Wohnzimmerheld“ alias Jörg Schürgers, der aus Süsterseel stammt. Unterstützt von Freunden brachte er erstmals Rap auf die Bühne am Kahnweiher. Ihm gelingt es, die Heimat ebenso zu besingen, wie die sozialen Themen, für die diese Musik auch steht.

Zwischen den einzelnen Auftritten in der Umbaupause betrat immer wieder Rudi Rheimann die Bühne und plauderte aus dem Nähkästchen. 30.000 Euro sind in den vergangenen Jahren für soziale Zwecke zusammen gekommen: „Rund vierzig Cent von jedem Euro werden alljährlich für Projekte in der Region gespendet!“ Damit das alles möglich ist und das Konzert bei freiem Eintritt genossen werden kann, hat er einen großen Tross an ehrenamtlichen Helfern um sich gesammelt. Rund 65 Leute arbeiten für das Gelingen eines solchen Abends. Die Feuerwehr, der Musikverein und der örtliche Fußballclub sorgen für die Getränke, der Tischtennisverein übernimmt die Bonkasse, die Badmintonfreunde den Grill.

Aus den Niederlanden kam die Rock-Coverband Off Limtis mit Sängerin Wendy. Ihre markante Stimme passte perfekt zu Rock & Pop Klassiker aus den 80-er und 90-er Jahren. Als sie auftraten, wurde es langsam dunkel und die gut beleuchtete Bühne unterstrich den Zauber der Musik zusätzlich.

„Endlich hat das mal mit Glenrock geklappt“, berichtet Rudi Rheimann von seinen langjährigen Bemühungen, die bekannte Coverband einmal nach Gangelt zu engagieren. Glenrock begeisterte dann auch in der Besetzung Sophie Janssen – Gesang, Willi Weindorf – Gesang, Arkadius Gabrisch – Keyboard, Stephan Martin – Gitarre, Patrick Jans – Bass und Ralph van den Waardenberg – Drums.

Je später der Abend, desto lauter die Gäste. Dass man die „Papa Joe Band“ weit nach Mitternacht mit enormer Lautstärke durch ganz Gangelt hören musste, ist ein kleiner Wehrmutstropfen. Die drei Musiker aus dem benachbarten Geleen haben sich dem Blues-Rock verschrieben und setzten den Schlusspunkt unter einen wieder einmal rundherum gelungenen Abend. Allerdings nicht für Rudi Rheimann: „Ich bin schon dabei, etwas ganz Besonders für das Jubiläum im kommenden Jahr zu organisieren!“

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