Gangelt: Festakt zum 50. Geburtstag des Wildparks

50 Jahre Wildpark Gangelt : Freier Eintritt für alle Besucher Jahrgang 1969

Im Juliläumsjahr will man im Gangelter Wildpark auch diejenigen mitfeiern lassen, die genau so alt sind, wie der Tierpark an der Grenze zu den Niederlanden. Alle, die 1969 geboren sind, im Laufe des Jahres ihren 50. gefeiert haben oder feiern, haben noch bis zum 31. Dezember freien Eintritt.

„Personalausweis an der Kasse vorzeigen reicht“, freuen sich der Geschäftsführer Dr. Hermann von den Driesch und seine Mannschaft auf möglichst viele Mitjubilare.

„Als unser Vater Ende der 60er Jahre die Idee hatte, einen Wildpark zu gründen, haben viele das für eine Schnapsidee gehalten. Doch unbeirrt hat er seine Vorstellung von einem naturnahen Park mit einer repräsentativen Auswahl von europäischen Wildtieren umgesetzt und zur Jahresmitte 1969 den Park eröffnet!“ So hieß von den Driesch eine illustre Gästeschar im Rahmen des Festabends im Park willkommen, der von der Jagdhornbläsergruppe Nimrod musikalisch gestaltet wurde.

„Sicher haben sich die Anforderungen an unseren Wildpark im Laufe der Jahre gewandelt, doch das damalige Konzept eines Parks, in dem man ohne Rummel und Verkaufsbuden an jeder Ecke die Natur und die Wildtiere erleben kann, ist unverändert.“ Damit sprach er einen Aspekt an, der von den Besuchern sehr geschätzt wird. Überlaufen im klassischen Sinne ist der Wildpark nie. Es gibt besucherstarke Tage, aber das verläuft sich auf den ersten Metern. Wenn viele Kinder im Park sind, „staut“ es sich schon mal auf dem Spielplatz. „Ich bin mir sicher, wenn Vater jetzt von da oben auf seinen Wildpark schaut, und sieht uns hier sitzen bei Wein und Bier, er würde am liebsten herunter kommen und einen mit uns trinken!“

Hermann von den Driesch erwähnte unter anderem das Zuchtprogramm im Park. „Mit der Nachzucht bedrohter Tierarten und Unterstützung von Wiederansiedlungsprojekten leisten wir aktiven Naturschutz. Waren es vor Jahren Uhus und Wildkatzen, so sind es heute europäische Nerze und Wisente.“

Für die 1969er Jubiläumsgäste putzt sich nicht nur der Wildpark-Storch heraus. Foto: Karl-Heinz Hamacher

Um immer auf dem neusten Stand zu sein, spielt naturkundliche Bildung eine wesentliche Rolle. Durch ständige Weiterbildung und Schulung der Mitarbeiter in Seminaren des Deutschen Wildgehege Verbandes kann viel Wissen um Fauna und Flora an die Besucher vermittelt werden. Dies gilt insbesondere auch für Schulklassen. Eine Naturschule, ein Waldlehrpfad und ein Bienenlehrstand runden das Bildungsangebot ab. Die vielen Jungtiere, der Kinderzoo und der Abenteuerspielplatz runden das Angebot zu einem idealen und beliebten Ausflugsziel für Familien und Naturfreunde ab.

Viele der Mitarbeiter im Wildpark sind über Jahre bekannte Gesichter. Claudia Wilde managt seit 20 Jahren das Büro, Arno Schmitz ist genau so lange im Park tätig und kümmert sich mit Leib und Seele um die Tiere und alle anfallenden Arbeiten. Siggi Brock ist seit 30 Jahren der Mann an der Kasse.

Erwin Janssen vorstellen zu wollen, wäre vermessen. Weder über den „Chef“ noch über irgendeines der Tiere wurde mehr in der Presse berichtet, als über ihn. „Das Urgestein des Parks ist bald 40 Jahre bei uns und somit der älteste Bewohner im Wildpark.“ Den „Falkner und Koordinator“, ehrte Dr. Hermann von den Driesch. Relativ neu im Team ist Forstwirt Florian Wilde, der die junge Mitarbeiter-Generation im Park vertritt.

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