Bouleanlage in Gangelt vor der Fertigstellung

Neue Bouleanlage : Rentner packen fleißig mit an

„Die Zukunft gemeinsam gestalten“: So lautet das Motto eines Förderprogramms im interkommunalen Entwicklungskonzept der Westzipfelregion. Bekanntlich wurden in der Westzipfelregion mehrere Quartierbüros eröffnet (wir berichteten), eines davon im Rathaus Gangelt.

„Das Interesse der Bürger ist riesengroß“, stellte zur Freude Quartiermanager Gülsen Litherland fest. Eine Projektidee war die Gestaltung einer Boule-Spielanlage.

Der gebildete Quartierbeirat aus Bürgern der Gemeinde Gangelt forciert diese Idee, sogar Bürgermeister Bernhard Tholen sah eine Wiederbelegung der alten Gangelter Tradition. Besonders die Rentnergilde um Günter Burbach und Louis Geilkens machte mobil und fand im Handumdrehen tatkräftige Unterstützung. Dieses Projekt wurde zwar im Quartierbüro geboren, dann jedoch außerhalb gestemmt. „Wir schauen, ob es weitere Fördermaßnahmen gibt, wir lassen dafür kein Projekt sterben“, so Gülsen Litherland. Die Gemeinde zeigte Initiative und stellte Materialien zur Verfügung – die Rentner konnten zur Tat schreiten.

Als Partner des Quartiermanagements sitzt das Deutsche Rote Kreuz mit im Boot, das DRK als Quartierspartner unterstützte auch die Arbeiten an der Boule-Anlage. Aus dem KAI-Stützpunkt Heinsberg (Integrationsarbeit/Kristallisationspunkte) lotste Gülsen Litherland unter anderem junge Menschen nach Gangelt, die an den Werktagen die Arbeit tatkräftig unterstützten, und so konnten einige junge Menschen bereits in ihre künftige Bauausbildung schnuppern und zeigten Talent.

Zum Beginn der Arbeiten wurde erstaunlich viel Erde bewegt. „Hier entsteht eine Boulebahn mit einer Länge von 30 mal vier Metern, zwei Bahnen à 15 Meter werden errichtet, hier können internationale Wettbewerbe durchgeführt werden“, so Günter Burbach, zusammen mit Louis Geilkens einer der Antreiber der Rentner. Und Burbach blickte zum angrenzenden Baugebiet mit Bewohnern aus 14 Nationen, wo es sicherlich großes Interesse an der Anlage gibt. „Hier an dieser Stelle war schon mal ein Platz, wir haben dann versucht, über die Städtebauförderung in Verbindung mit den Spielgeräten die Boulebahn zu realisieren“, so Tholen.

Das ehrenamtliche Engagement überzeugte den Bürgermeister und am Ende auch den Quartierbeirat. Da die Boulebahn auf Gemeindefläche liegt, kamen alle Parteien zum Entschluss: „Wir realisieren selbst und können das Projekt schneller abschließen. Mitte August soll die Boulebahn ihrer Bestimmung übergeben und eingeweiht werden.

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