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Gangelt: Gangelt setzt auf die alte Mühle

Gangelt : Gangelt setzt auf die alte Mühle

Was ist übrig geblieben vom Auftritt der Region „Der Selfkant” auf der Grünen Woche in Berlin? Damit beschäftigte sich jetzt der Kulturausschuss der Gemeinde Gangelt unter dem Vorsitz von Cornelius Formen. „Wir hatten eine der besten Präsentationen”, stellte er mit Blick darauf fest, dass er auch einige andere Vorstellungen von deutschen Urlaubsregionen gesehen hatte.

In das gleiche Horn stieß auch Willibert Mevißen, der von Gangelter Seite für die Organisation mit verantwortlich war. Er war mit einem Team während der ganzen Woche am „Der-Selfkant-Stand” und konnte sich nicht an eine Präsentation erinnern, die auch nur annährend so viele Zuschauer angezogen hatte, wie die der Westregion.

Der praktische Nutzen des mit sehr viel Arbeit und Aufwand verbundenen Vorstellung der Region rund um Gangelt, Selfkant und Waldfeucht wird sicherlich erst im Laufe des Jahres zu messen sein. Gangelts Beigeordneter Gerd Dahlmanns berichtete, dass sich bei der Saisoneröffnung der Region vor zwei Wochen an der Mühle in Breberen 220 Radfahrer an den Angeboten beteiligte haben. „Damit hatten wir nicht gerechnet!” Dahlmanns konnte nicht nur von einem Dankesschreiben der Bezirksregierung, auf dessen Einladung „Der Selfkant” in Berlin war, für den Auftritt in der Hauptstadt berichten. Jetzt will man „den Wind im Rücken” nutzen und plant für den 11. August eine Heidetour zur Heideblüte rund um die drei Gemeinden mit einem Abstecher in die Teverener Heide und am 9. September zum bundesweiten Tag des Denkmals eine entsprechende Radtour zu ausgesuchten Gebäuden. Nachdem die Ausschussmitglieder sich einen Zusammenschnitt eines über vierstündigen Films von der Grünen Woche angesehen hatten, ging es zur Windmühle nach Breberen, wo Müller Karl-Heinz Tholen nicht nur ausführlich Einblicke in die Geschichte der alten Mühle gab, sondern auch von den umfangreichen Reparaturarbeiten berichtete.

Jetzt ist das historische Schmuckstück wieder betriebsbereit und wird im Tourismuskonzept der Gemeinde Gangelt und der Region „Der Selfkant” eine bedeutendere Rolle spielen als früher. Die Gemeinde will mit Karl-Heinz Tholen, dessen Patenonkel der letzte Müller der Mühle war, einen Nutzungsvertrag schließen. Tholen kümmert sich um den Betrieb der Mühle und will auf eigenem Grund im Schatten der Flügel ein Gebäude für ein gastronomisches Angebot errichten. So wird man ab der nächsten Saison vielleicht schon Brot und Gebäck probieren können, dessen Mehl in der Mühle gemahlen wurde.