Gangelt: Schüler erleben naturnahen Unterricht "An d´r Heggeströper"

Naturnaher Unterricht : Ein Ohrenkneiferhotel für die Obstwiese

Eine besondere Schulstunde für die Kinder der Schule der Begegnung Birgden: Sie erlebten naturnahen Unterricht am Mehrgenerationenplatz „An d´r Heggeströper“.

Die Schule der Begegnung in Birgden hat ihre Liebe zur Natur neu entdeckt und möchte die Bienen wieder summen lassen. Vor einigen Tagen machten sich zwei Grundschulklassen der „Schule der Begegnung“ bei schönem Frühlingswetter auf dem Weg zum Mehrgenerationenplatz „An d´r Heggeströper“, wo sie eine besonderen Schulstunde erlebten. Diese wurde von den Lehrerinnen Chantal Classen und Ursula Clemens in der freien Natur organisiert.

Obstbaumwart Heinz-Willi Jansen und Hartmut Priemer hatten auf dem naturbelassenen Gelände des Spielraums „An d`r Heggeströper“ einiges über die Obstbäume, Obstsorten, Streuobstwiesen und die vorhandene Tierwelt zu berichten. Aus dem Sachkundeunterricht kannten die Kinder bereits leckere Kräutersalate und essbare Gänseblümchen und freuten sich nun, auch hier diese Zutaten zu finden.

Auf dem Mehrgenerationenplatz pflanzten Vorgängerklassen vor vielen Monaten Kirsch-, Apfel-, Birnen- und Pflaumenbäume. So lernten die Schüler auch in diesem Jahr wieder viel Interessantes über eine Streuobstwiese und die dort wachenden Obstbäume.

Und die Schulkinder schritten auch selbst zur Tat: Unter fachkundiger Anleitung konnten Befestigungsschnüre entfernt und einige Äste der Bäume abgeschnitten werden, damit nach der jetzt beginnenden Blüte im Sommer tolle Früchte wachsen können. Zum Schluss brachten die Kinder das entfernte Astwerk in die Totholzhecke. Den Fachbegriff „Benjeshecke“ war den Kindern neu, sie konnten jedoch verstehen, wie sinnvoll die Hecke für Tiere und Pflanzen ist.

Die Schulkinder hatten aber auch etwas mitgebracht. Die Klasse 2a von Chantal Classen hatte eigene Dosenbienenhotels und ein Holzhotel für die Wildbienen und Insekten selbst gebaut, und die Kinder präsentierten sogar ein Ohrenkneiferhotel. Willi Jansen und Hartmut Priemer staunten nicht schlecht, als die Schulkinder erzählten, was sie da alles gemacht haben. Auch haben sie schon viel gelernt: „Ohne Bienen gibt es keine Naturprodukte wie Äpfel oder Birnen“ erzählten die Kinder, und sie konnten sogar erklären, was in einem Dosenbienenhotel passiert. „Wichtig ist, dass ein Drahtgebinde vor dem Bienenhotel angebracht wird, damit die Vögel nicht picken können“, wusste ein Schüler voller Stolz zu berichten. Und auch eine große Glocke, das Ohrenkneiferhotel, ist durchaus komfortabel für die seine kleinen Gäste. „Die Ohrenkneifer fressen die Blattläuse in den Obstbäumen“ wussten die Kinder, deshalb wurde die umfunktionierte Glocke am Holunderstrauch angebracht. Die Dosenbienenhotels wurden mit Hilfe von Chantal Classen und Willi Jansen von den Schülern in den Obstbäumen befestigt.

Zum Abschluss durften dieses besonderen Unterrichtstages durften die Kinder natürlich noch auf dem Mehrgenerationenplatz herumflitzen. Dies war mit den zahlreichen Spielgeräten eine tolle Alternative zum Sportunterricht.