Übach-Palenberg: Frühjahrsputz: Sechs Kubikmeter Unrat aus Feld und Flur gefischt

Übach-Palenberg: Frühjahrsputz: Sechs Kubikmeter Unrat aus Feld und Flur gefischt

„Bei uns fahren die Mitarbeiter täglich zwei Mal raus, um alle Mülleimer am Wegesrand zu leeren“, stellte Udo Langendorf vom Technischen Betrieb fest, als es am Freitagnachmittag zum städtischen Frühjahrsputz ging.

„Der Frühjahrsputz dient eigentlich auch dazu, den Bürgerinnen und Bürgern ins Bewusstsein zu rufen, dass wilder Müll immer noch ein Problem ist“, ergänzte Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch.

Den Beweis lieferten die insgesamt rund 340 Teilnehmer aus der Bürgerschaft, der Politik, der Verwaltung und den ortsansässigen Schulen am Ende des Sammelnachmittags. Denn die Jungs vom städtischen Betrieb, die mit ihren weithin sichtbaren orangefarbenen Jacken in den insgesamt elf Sammelbezirken natürlich den Hut aufhatten, zählten insgesamt sechs Kubikmeter Unrat, Sperrmüll und sonstige Abfälle, die in und um Übach-Palenberg aus Feld und Flur gefischt wurden. „Besonderheiten waren dabei ein Einkaufswagen ohne brauchbaren Inhalt, ein Fernseher ohne Programm, ein Rad ohne Fahrer, ein Küchenschrank ohne Wohnung und die wohl dazugehörige Mikrowelle“, so Udo Langendorf, dem die Gesamtleitung der Aktion oblag.

Das Scherzhafte in seinem Tonfall war aber nur der guten Laune durch das sonnige Wetter geschuldet, denn ohne die tägliche Arbeit der Leute vom Bauhof, wie der Technische Betrieb auch nach der offiziellen Umfirmierung immer noch genannt wird, wäre das Ergebnis noch ganz anders ausgefallen. „Wir appellieren an die Bürger und Besucher der Stadt, ihr eigenes Verhalten einmal zu überdenken“, unterstrich auch Bürgermeister Jungnitsch, denn schließlich fange eine saubere Stadt auch bei der Nutzung der ausreichend zur Verfügung stehenden Abfalleimer an.

Dass die städtische Aufräum- und Putzaktion, die am Samstag übrigens in Scherpenseel weiterging und für die Schülerinnen und Schüler der Gemeinschaftsgrundschule (GGS) Frelenberg mit der anstehenden Aktionswoche verbunden wird, erstmals vom Gelände des Bauhofs ausging, war übrigens einfach nur praktischen Gründen geschuldet. „Zum einen müssen wir dann nicht das ganze Material zum bisher genutzten Parkplatz am Carolus-Magnus-Centrum bringen, denn wir haben es ja schon hier“, sagte Udo Langendorf.

Zum anderen kann den Mitarbeitern, die früher bei der Putzaktion am Samstagmorgen ausrücken mussten, nun ein vernünftiges Wochenende gegönnt werden. „Das haben die auch nötig, denn schließlich sind wir immer irgendwo in der Stadt im Einsatz“, so Udo Langendorf.

(mabie)
Mehr von Aachener Zeitung