Geilenkirchen: Fröhliches Fest auf der Blumenwiese

Geilenkirchen: Fröhliches Fest auf der Blumenwiese

Nach acht Monaten Bauzeit ist der Erweiterungstrakt der integrativen Kindertagesstätte der Lebenshilfe Heinsberg in der Robert-Koch-Straße in Geilenkirchen am Samstag im Beisein von Vertretern von Rat und Verwaltung der Stadt und den am Bau beteiligten Firmen seiner Bestimmung übergeben worden.

Auf 270 zusätzlichen Quadratmetern Nutzfläche stehen der Einrichtung nun neue Räumlichkeiten für 15 weitere Betreuungsplätze für Kinder mit und ohne Behinderung im Alter von zwei bis sechs Jahren zur Verfügung. Mit einem „Fest auf der Blumenwiese” wurde die Eröffnung der fünften Gruppe ausgiebig gefeiert.

„Dank der intensiven Zusammenarbeit zwischen der Stadt Geilenkirchen, dem Landesjugendamt, dem Vermieter Wilfried Dohmen und der Lebenshilfe Heinsberg ist es gelungen, bereits anderthalb Jahre nach dem ersten Planungsgespräch in den neuen Räumen Eröffnung zu feiern”, sagte Kita-Leiterin Birgit Roye bei ihrer Begrüßungsansprache. Mit dem Anbau sei das Raumprogramm erheblich erweitert worden, so dass nun Ruheräume für die ganz Kleinen zur Verfügung stünden und auch der Standort der Interdisziplinären Frühförderung einen Platz erhalte.

Als Dankeschön an alle Beteiligten, insbesondere aber für die Familien und Kinder feiere die Kita ein Familienfest mit blumigem Rahmenprogramm. „Kinder sind wie Blumen, man muss sich zu ihnen niederbeugen, wenn man sie erkennen will”, sagte Birgit Roye. In einer vertrauten Umgebung könne das Kind aufwachsen wie eine starke Sonnenblume, die ihren Kopf stets in Richtung Sonne trage. „Kinder entwickeln sich erst, wenn wir ihnen feste Wurzeln geben und sie stärken. Je enger die Beziehung und das Vertrauen sich entwickelt haben, desto stärker wird das Kind sich in seiner Persönlichkeit entfalten”, so die Kita-Leiterin.

Zur Entfaltung brauche es zum einen Ruhe und Zeit, zum anderen gute Umgebung und Entwicklungsbedingungen „wie Erde als Nährboden”. Außerdem wirkten die Sonnenstrahlen, die für Liebe und Wärme stehen, positiv auf das Wachstum des Kindes ein. „Der Acker ist umgegraben, die Samen sind gesät, sie müssen jetzt nur noch wachsen”, so Birgit Roye weiter. Die Kita-Leiterin dankte neben den fleißigen Handwerkern auch dem Architekturbüro Hansen-Hano für die gute Planung. Investor und Vermieter Wilfried Dohmen aus Übach-Palenberg blickte noch einmal zurück auf die Anfänge des „Triangel”-Kindergartens.

Als die Lebenshilfe Heinsberg 1997 an ihn herangetreten sei, um einen dreizügigen Kindergarten zu bauen, sei es für ihn sofort klar gewesen, ein solches Projekt zu realisieren. „Auch haben meine Frau und ich nicht lange überlegen müssen, als 2003 in eine erste Erweiterung für die vierte Gruppe investiert werden musste”, so Dohmen.

Die Familie Dohmen habe auch wieder im vergangenen Jahr sofort zugesagt, als der Geschäftsführer der Lebenshilfe, Edgar Johnen, den Bedarf für eine fünfte Gruppe anmeldete. Man habe sich eher Sorge gemacht, wie der Anbau umgesetzt werden könne, ohne den laufenden Betrieb zu stören. Im Rückblick sei dies gut gelungen, und der zusätzliche Anbau sehe so aus, als hätte er von Anfang an dort gestanden.

Wilfried Dohmen hatte der Kindertagesstätte eine große Holzeisenbahn als Geschenk - erst einmal symbolisch - mitgebracht. Architekt Ralf Hansen übergab einen von seinem Büro und den beteiligten Handwerkern gestifteten elektrisch höhenverstellbaren Wickeltisch.

Monika Kohnen von der Lebenshilfe wies noch kurz auf die Bedeutung der U3-Betreuung hin, bevor der Chor „Da Capo” unter Leitung von Helmut Kranz eine Reihe von Liedern anstimmte. Kita-Leiterin Birgit Roye gab zum Schluss noch den Namen für die 5. Gruppe bekannt, für den sich die meisten Kinder und Eltern bei einer Umfrage entschieden hatten. „Franz von Hahn”-Gruppe wird die von Anna Hensgens geleitete 5. Gruppe heißen.