Fridays for Future plant zweite Demo in Geilenkirchen

#Allefürsklima : Aktion vor Ort zum globalen Klimastreik geplant

Über die Sommerferien ist es ruhiger um die Fridays for Future Bewegung in der Region geworden – allerdings nur vor den Kulissen. Das fünfköpfige Organisationsteam der Ortsgruppe Geilenkirchen, bestehend aus Max Hagen, Kristina Schilling, Laura Savelsberg, Hailey Esken und Justin Hens, plant aktuell fleißig die nächsten Aktionen in der Stadt.

In der vergangenen Woche fand das erste Plenumstreffen der Gruppe statt. „Alle Ortsgruppen veranstalten regelmäßig diese Treffen“, erklärt Laura Savelsberg. Ziel sei es, dass die Mitglieder mitbestimmen können und ihre Wünsche und Ziele äußern: „Wir können uns so viel ausdenken wie wir wollen, die Mitglieder müssen darauf auch Bock haben.“ Hauptthema des Abends war daher der 20. September und das Klimabündnis.

Unter dem Motto „#ALLEFÜRSKLIMA“ findet am 20. September der dritte globale Klimastreik statt. Weltweit wollen Menschen auf die Straße gehen und für die Einhaltung des Parisabkommens und gegen die anhaltende Klimazerstörung laut werden. „An diesem Tag wird auch in Geilenkirchen eine Aktion stattfinden“, verrät Laura Savelsberg. Genauere Informationen sollen in den nächsten Tagen auf den sozialen Medien der Gruppe folgen: „An dieser Aktion sollen sich alle beteiligen. Eltern, Studenten, Wissenschaftler oder auch Großeltern – das schließt natürlich auch Geilenkirchen ein.“ „Gerade in Geilenkirchen passiert Klimapolitisch wenig. Es sind zwar Projekte in Planung – das reicht aber lange nicht“, sagt Max Hagen.

Außerdem habe die Gruppe die Erfahrung gemacht, dass einige Eltern ihre Kinder nicht zu den Großdemonstrationen nach Aachen lassen. „Wir wollen es jedem ermöglichen, seine Meinung kund zu tun, und zu einer Demo vor Ort kommen wahrscheinlich mehr Jugendliche“, so Hailey Eskens. „Fridays for Future ist einfach auch Aufklärung und das brauchen wir überall und möglichst lokal.“ Die Anmeldung der Aktion bei der Polizei soll daher in dieser Woche geschehen.

Darüber hinaus will die Gruppe weiterhin jeden ersten Samstag im Monat mit ihrem Infostand auf dem Marktplatz in Geilenkirchen stehen, mit den Leuten bei einer selbstgemachten Limo ins Gespräch kommen und über die Klimaprobleme aufklären.

Aktuell schwankt die Mitgliederzahl der Geilenkirchener Ortsgruppe zwischen 70 und 80. Wer Mitglied werden möchte, muss lediglich in eine WhatsApp-Gruppe eintreten. „Wenn Aktionen anstehen treten erfahrungsgemäß wieder mehr Leute in die Gruppe ein, um auf dem Laufenden zu sein“, erzählt Max Hagen. Jeder, der sich konsequent für die Sache einsetzen möchte, sei in der Gruppe willkommen. „Von unengagierten Karteileichen oder Trollen haben wir in der Gruppe nichts“, betont Kristina Schilling. „Man sollte schon aus Überzeugung dabei sein“, fügt auch Laura Savelsberg hinzu.

Dabei wollen nicht nur Jugendliche aus Geilenkirchen die Bewegung unterstützen. Die Altersspanne der Mitglieder reiche von elf Jahren bis zum interessierten Rentner. „Die meisten in der Gruppe sind aber schon zwischen 15 bis 18 Jahre alt“, so Laura Savelsberg. Durch ihr Engagement ist sie zum Aushängeschild der Bewegung in Geilenkirchen geworden. Allerdings habe dies nicht nur positive Konsequenzen. „Ich werde öfters darauf angesprochen“, erzählt sie.

Das Feedback sei sehr gemischt. Auch die anderen Gruppenmitglieder haben bereits negative Erfahrungen gemacht. „Manche Leute wollen uns belehren“, so Hailey Eskens. „Andere haben auch eine überzeugte Anti-Haltung“, ergänzt Max Hagen. Trotzdem werden die Fünf auf jeden Fall weitermachen: für das Klima und für ihre Zukunft auf der Erde.