Geilenkirchen: Freundschaft über 1600 Kilometer Distanz

Geilenkirchen: Freundschaft über 1600 Kilometer Distanz

16 junge Fußballer aus Rumämien weilen derzeit zusammen mit ihren sieben Betreuern auf Einladung des FC Germania Teveren in Geilenkirchen.

Die C-Jugend-Kicker des Fußballclubs Ineu/Bezirk Arad erwidern damit einen Besuch von Teverener Jungs, die über den Kreissportbund Heinsberg im Rahmen der Deutsch-Rumänischen Jugendbegegnung im Juli 2010 mit einer 36-köpfigen Gruppe in Rumänien zu Gast waren.

36 Stunden im Bus

Damals wurden schon viele Freundschaften zwischen den 13 bis 15 Jahre alten Jugendlichen aus beiden Ländern geschlossen, und dies soll sich beim siebentägigen Austausch im äußersten Westen der Bundesrepublik fortsetzen. Schon am Dienstag trafen die Kicker und ihre Betreuer nach einer 1600 Kilometer weiten Busfahrt am Sportplatz in Teveren ein und wurden hier von den Gastfamilien empfangen.

Die rumänischen Gäste hatten eine 36-stündige Fahrt hinter sich gebracht. Davon mussten sie alleine neun Stunden auf einem Rastplatz warten, weil der einzige Busfahrer nicht die gesetzlichen Fahrzeiten überschreiten durfte. Aus demselben Grund hätte der Bus auch in Düren wieder neun Stunden stehen bleiben müssen, wenn nicht Walter Marienfeld, Jugendgeschäftsführer von Germania Teveren und Organisator des Treffens, einen Ersatzbusfahrer besorgt hätte, der den Bus mitsamt der Jugendlichen in Düren abholte.

Empfang im Rathaus

Nach der Begrüßung am Sportplatz, einem gemeinsamen Abendessen und dem ersten Kennenlernen waren die Jungs froh, als sie nach anstrengender Fahrt endlich im Bett lagen. Auf dem Sportplatz in Teveren stand am Mittwochmorgen die erste gemeinsame Trainingseinheit auf dem umfangreichen sechstägigen Programm. Bürgermeister Thomas Fiedler empfing die rumänischen Gäste am Nachmittag im Rathaus und führte sie anschließend durch die City. Dabei sparte Fiedler nicht mit Erläuterungen zur Stadtgeschichte und zeigte den Jungs anhand des Wurmfensters, dass hier unter der Brücke ein Fluss durch die Stadt führt.

Am Mittwoch und Donnerstag standen neben sportlicher Betätigung weitere Exkursionen auf dem Plan, unter anderem eine Fahrradtour durch Teveren und die Heide sowie eine Führung durch das „Historische Gangelt” mit anschließendem Besuch der Freizeiteinrichtungen rund um den Kahnweiher. Am heutigen Freitag wechseln die rumänischen Jungs ihr Domizil, sie werden die nächsten Tage auf dem Jugendzeltplatz in Süsterseel zubringen.

Am Freitag nach Gelsenkirchen

Am Freitag steht auch eine Fahrt zum EM-Qualifikationsspiel Deutschland-Österreich nach Gelsenkirchen sowie in den folgenden Tagen Exkursionen zum Aachener Tivoli, Moviepark Bottrop und zum Europäischen Parlament nach Brüssel auf dem dicht gedrängten Programm.