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Gangelt: Freundschaft mit Behinderten knüpfen

Gangelt : Freundschaft mit Behinderten knüpfen

Zu einem gemütlichen Treffen hatte Josef Aretz, Heimleiter des Wohnheims für Menschen mit einer Behinderung in den Gangelter Einrichtungen Maria Hilf, 14 Ehrenamtler eingeladen.

Im vergangenen Jahr hatten sie sich für die Einrichtung sehr verdient gemacht und die Behindertenarbeit unterstützt.

Betreuungsangebote

Der Stamm der ehrenamtlichen Mitarbeiter besteht aus Schülerinnen des St.-Ursula-Gymnasiums aus Geilenkirchen und Verwandten von Mitarbeitern. Sie hatten alle vorher noch keinen Kontakt zu Behinderten.

Aus einer oftmals zufälligen Begegnung wuchs so manche langjährige Freundschaft zu den Behinderten. Ehemalige Mitarbeiter des Hauses ergänzen die Gruppe.

Ein schulischer Besuch, ein Schulpraktikum oder ein gemeinsamer Krankenhausaufenthalt boten in der Vergangenheit die Gelegenheit, sich kennen zu lernen. Mit ihrem Engagement unterstützen sie nachhaltig die Arbeit im Heim. Vor allem zusätzliche Betreuungsangebote können mit ihrer Unterstützung gemacht werden.

So halfen im letzten Jahr vier Schülerinnen und ein Diakon einer Grupppe von behinderten Menschen bei ihrem Besuch des bundesweiten Ökomenischen Kirchentages in Berlin. So eine Fahrt wäre ohne ihre Hilfe nicht möglich gewesen, da die Behinderten ein großes Maß an Begleitung benötigen.

Durch ehrenamtliche Hilfe trifft sich seit Jahren regelmäßig eine Malgruppe, um in der Gemeinschaft zu arbeiten. Nicht nur die Erstellung von Gemälden, sondern das Arbeiten in der Gemeinschaft ist den Bewohnern wichtig. Vor allem genießen sie das Freizeitangebot außerhalb der Wohngruppe. Hier werden sie als Künstler ernst genommen und erfahren Akzeptanz und Anerkennung in ihrem Hobby.

Auch werden Bewohnerinnen von Ehrenamtlem bei ihren privaten Einkäufen oder Kinobesuchen begleitet. Ebenso ist die Kontaktpflege zu Menschen außerhalb der Einrichtung für die Behinderten sehr wichtig.

Besonders hervorhebenswert ist das Engagement einer Ehrenamtlerin, die wochenlang eine an Krebs erkrankte Bewohnerin täglich zur Bestrahlung in das Klinikum begleitet hatte. Lobenswert ist das ehrenamtliche Orgelspiel von Willi Mengeler.

Auch der Arbeitskreis „Religiöses Leben” im Hause wird von Ehrenamtlern unterstützt. Dort werden kirchliche Feste behindertengerecht gefeiert. Veronika Erfurth ist seit Jahren im Hause ehrenamtlich tätig und begleitet die Gruppe. Zukünftig ist sie Sprecherin der Ehrenamtler.

Den Lohn ihrer Arbeit erhalten sie durch die Freundschaft und den Dank der Behinderten, der sie für viele Mühen entschädigt. Viele nutzen auch das Angebot, die Arbeit in einem sozialen Beruf kennen zu lernen oder bereits Kontakte für eine zukünftige Berufsausbildung zu knüpfen.

„Ehrenamtliche sind ein wichtiger Faktor in unseren Volkswirtschaften, da sie neben den wertvollen Leistungen ein Beispiel geben für die Mitgestaltungsbereitschaft und Übernahme von sozialer Verantwortung. Ehrenamtliche fördern die Solidarität in Familie und Gemeinwesen. Prinzipiell ist eine Gesellschaft, in der alle sozialen und gesellschaftspolitischen Dienstleistungen von professionellen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erbracht werden und der einzelne Bürger sich nicht um Gemeinwohl und Wohlergehen anderer Menschen kümmert, nicht vorstellbar”, so Friedel Volkmann, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit in den Gangelter Einrichtungen Maria Hilf.

Interessenten können sich unter 02454/59710 melden. Weitere Information: mailto:info@gangelter-einrichtungen.de