Ausstellung des Vereins Kulturgut: Freundschaft in verschiedenen Facetten

Ausstellung des Vereins Kulturgut : Freundschaft in verschiedenen Facetten

„Compagnons“ lautet der Titel der Gemeinschaftsausstellung, zu der der Verein „GK Kulturgut“ einlädt. Die Vernissage findet am Sonntag, 27. Januar, ab 11 Uhr im Haus Basten statt.

Und fast schon traditionell wird sie von der Künstlergruppe des Kunstvereins gestaltet. Das gemeinsame Thema der Arbeiten ist die deutsch-französische Freundschaft in all ihren Facetten. Die Ausstellung ist bis zum 24. Februar geöffnet, sonntags von 14 bis 18 Uhr und donnerstags von 16 bis 19 Uhr.

Die Künstler

Herbert Aretz blickt weit zurück in die Geschichte, in die Zeit um das Jahr 800, als das Gebiet, das heute große Teile Deutschlands und Frankreich umfasst, von Karl dem Großen beherrscht wurde. Die Wappen von Geilenkirchen und Quimperlé wirken hier wie das Zeichen der bis heute gelebten Freundschaft.

Christiane Lork rückt den deutsch-französischen Freundschaftsvertrag von 1963 in den Mittelpunkt ihrer Arbeit. Einander die Hände reichend stehen Adenauer und de Gaulle nebeneinander. Die Symbolhaftigkeit von Gesten ist auch das zentrale Thema Friedel Heegs.

Fery Echghi hat eine der zahlreichen städtepartnerschaftlichen Begegnungen in den Mittelpunkt einer Fotocollage gestellt. Horst Zocher wählt ebenso die Gestaltungsform der Fotocollage, jedoch stellt er die Einzelbilder als digital bearbeitete Ausschnitte zusammen. Joep Albertz schaut nicht nur auf das Verhältnis zwischen Deutschland und Frankreich, sondern nimmt die Europäische Union mit in den Blick.

Zwischenmenschliche Ebene

Andere Künstler wenden sich der Freundschaft auf einer zwischenmenschlichen Ebene zu. So zeigt Willi Arlt in seiner Eisenplastik „Meine Welt ist offen“ zwei Menschen, die sich jeweils in einer Hälfte einer Kugel befinden und bereit sind, sich aufeinander zuzubewegen. Peter Hyden stellt Personen dar, die einander sehr nahe stehen. Das in Rückenansicht dargestellte Paar zeigt eine innige Verbundenheit, die Assoziationen an deutsch-französische Freundschaften.

Die Möglichkeiten der Symbolkraft von Farben ist für Karin Thiel relevant. Die Farben der deutschen Flagge und der französischen Flagge sind übereinander angeordnet, in der Mitte laufen sie ineinander und aneinander vorbei. Erika Giegla erweitert die Wirkung starker Farben um plakative Buchstaben und angedeutete Architekturen.
Eine völlig andere Herangehensweis wählt Walter Verwoert. Er zeigt Felsenpaare, die in ihrer organischen Form zahlreiche Assoziationen wecken. Jede Beziehung und zahlreiche Arten von Verhältnis sind hier denkbar. Landschaft präsentiert auch Katalin Islik. Sie zeigt die charakteristische Vegetation bestimmter Regionen als das Gesicht eines Landes. So versetzen Lavendelfelder den Betrachter in die südfranzösische Provence.

(red)