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Geilenkirchen: Frauen fühlen sich nicht zu Gangelt hingezogen

Geilenkirchen : Frauen fühlen sich nicht zu Gangelt hingezogen

Nur Gangelt weicht leicht vom vorherrschenden Trend ab: Bis auf die kleine Gemeinde im Westen der Republik können sich Geilenkirchenund auch Übach-Palenberg über mehr Einwohner des schönen Geschlechts freuen.

Nur in Gangelt wohnten im Vergleich zu Ende 2002 ein Jahr später weniger Frauen. Das teilte das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik NRW in seiner jüngsten Veröffentlichung mit.

Demnach lebten im gesamten Kreis Heinsberg im Jahr 1990 220.602 Menschen (davon 112.378 Frauen), im Jahr 2002 254.589 (129.123 Frauen) und ein Jahr später 255.782 (129.658 Frauen).

Für die Stadt Geilenkirchen als Wohnort entschieden sich vor 14 Jahren 22.808 Personen, im Dezember 2003 waren es schon 28.288. Mehr als die Hälfte davon sind Frauen (1990: 11.712, 2003 14.328).

Nicht ganz so gut vertreten ist das schöne Geschlecht in Übach-Palenberg. Hier ist das Männer-Frauen-Verhältnis zumindest statistisch nahezu harmonisch.

In der Zechenstadt lebten im Dezember vergangenen Jahres 25.452 Menschen, davon 12.821 Frauen. Seit 1990 kann Übach-Palenberg demnach auf einen Zuwachs von rund 2000 Personen blicken (1990: 23.521, davon 11.965 Frauen, 2003: 25.452, davon 12.821 Frauen). Völlig gegen den allgemeinen Trend verhält es sich in der Gemeinde Gangelt.

1990 waren es fast 10.000 Personen (9844), die die Gemeinde als Wohnort in ihrem Personalausweis stehen hatten. Diese Zahl wuchs im Jahr 2002 auf 11.410, ein weiteres Jahr später um 35 auf 11.445 an.

Auffällig ist nur die Zahl der weiblichen Vertreter in der Gemeinde, die nicht proportional mitangestiegen ist. Waren vor 14 Jahren 5191 Personen weiblich, so wuchs die Zahl bis zum Jahr 2002 nur auf 5876 an. Eine abnehmende Tendenz ist sogar für das Jahr 2003 festzustellen.

15 Frauen weniger als 2002 konnten sich dann als Gangelterin bezeichnen. Bei einer Übertragung des Frauenverhältnisses von 1990 (52,7 Prozent) in die heutige Zeit, müssten 6035 Frauen in Gangelt leben.

Insgesamt ist die Bevölkerung Nordrhein-Westfalens ist im Jahr 2003 weiter angewachsen: Am 31. Dezember 2003 hatte das bevölkerungsreichste Bundesland nach Angaben des Landesamtes für Datenverarbeitung und Statistik 18.079.686 Einwohner. Das waren 3331 Personen mehr als Ende 2002.

Die Zahl der Geborenen war 2003 mit 159.883 um etwa 3 550 geringer als im Vorjahr; sie erreichte damit den niedrigsten Wert seit 1985. Die Zahl der Gestorbenen lag dagegen mit 190.793 um rund 2500 über dem Vorjahreswert.

Der hieraus resultierende „Sterbefallüberschuss” von 30.910 wurde aber dadurch ausgeglichen, dass 34.241 mehr Personen nach NRW zogen als das Land verließen.