Geilenkirchen-Beeck: Fraktionen empfehlen Gründung eines Feuerwehrvereins

Geilenkirchen-Beeck: Fraktionen empfehlen Gründung eines Feuerwehrvereins

Alle im Rat der Stadt Geilenkirchen vertretenen Fraktionen mit Ausnahme der Grünen haben am Mittwochabend gemeinsam eine Erklärung zur Fusion der Löscheinheiten Beeck und Würm abgegeben:

CDU, SPD, Geilenkirchen bewegen! und FDP, Bürgerliste und Für GK! haben beschlossen, dass die am 27. April durch den Rat verabschiedete Fortschreibung des Brandschutzbedarfsplanes unverändert bestehen bleibt. „Es liegen derzeit keine feuerwehrtaktischen Gründe vor, die den Fortbestand einer eigenständigen Löscheinheit in Beeck rechtfertigen beziehungsweise fordern“, erklärten die Fraktionschefs unisono.

Mit einer Fusion der Löscheinheiten Würm und Beeck werde die gesetzliche Verpflichtung zur Brand- und Gefahrenabwehr nicht verletzt. „Alle durch die Feuerwehrkameraden und die Leserbriefschreiber aus Beeck vorgebrachten Gegenargumente beziehen sich mit Schwerpunkt auf das kulturelle Zusammenleben in der Ortschaft Beeck“, heißt es in der Erklärung weiter. Sollte es der Löscheinheit Beeck vornehmlich um die Pflege des Brauchtums und des dörflichen kulturellen Lebens gehen, empfehlen die Fraktionsvorsitzenden die Gründung eines Feuerwehrvereins, wie es in vielen Orten Deutschlands praktiziert werde. Hierbei könne sich der Verein der Unterstützung durch die Politik sicher sein.

Die Mitglieder der Löscheinheit Beeck hätten seit November 2011 gewusst, dass mit dem Abzug ihres Fahrzeuges durch den Bund die Löscheinheit mangels vorhandenem Fahrzeug mit einer anderen Löscheinheit fusionieren werde. Die Fraktionschefs werfen die Frage auf, warum zwischen November 2011 und dem Abzug des Fahrzeuges im Sommer 2016 nichts von den Vertretern aus Beeck veranlasst worden sei.

Bereits 2011 habe die Fusion der Einheiten Beeck und Würm vor dem Abschluss gestanden, im November 2011 hätten die Mitglieder der Löscheinheit Beeck mitgeteilt, dass sie kein Interesse an einer Fusion hätten. Eine von ihnen geforderte Bestandsgarantie für den Standort Beeck hätten dann aber weder Verwaltung noch Wehrleitung gegeben. Erst als das Fahrzeug abgezogen war, sei emotional, unsachlich und teilweise unwahr argumentiert worden. Die Argumentation, dass das Ehrenamt mit Füßen getreten werde, könne hier nicht gelten, weil alle Beecker Feuerwehrleute gerne weiterhin ihren Dienst in Würm oder Prummern versehen können, erklärten die Fraktionen am Abend. Dieses Angebot werde aber kategorisch seitens der Beecker abgelehnt.