Geilenkirchen: Forschen und Experimentieren bei der KGS-Projektwoche

Geilenkirchen: Forschen und Experimentieren bei der KGS-Projektwoche

Mit 358 Schülerinnen und Schülern ist die Katholische Grundschule (KGS) Geilenkirchen die Kinderreichste Grundschule im Stadtgebiet. Mit einem „Tag der Offenen Tür” stellte sie sich an der Brucknerstraße am Samstag der Öffentlichkeit vor und präsentierte die Ergebnisse der laufenden Projektwoche.

Sechs Tage lang hatten die Erst- bis Viertklässler fleißig experimentiert und sich mit Naturwissenschaften beschäftigt. Nun durften die Eltern und Besucher den Kindern bei ihrem Forscherdrang einmal über die Schultern schauen.

Jahrgangsübergreifend waren die Jungen und Mädchen in 16 Projektgruppen eingeteilt, jede Gruppe behandelte ein anderes Thema. „Groß hilft Klein, Klein lernt von Groß”, lautete die Devise. Die Themenkomplexe befassten sich mit Lebensmitteln, Optik, Magnetismus, Strom oder Mikroskopieren. „Unsere Kinder haben diese Woche ganz viel geforscht und experimentiert”, sagte Schulleiter Dr. Paul Thomas Mohr, bevor der Schulchor unter Leitung von Bernd Godemann die Besucher musikalisch auf den Tag einstimmte. Mohr dankte den Sponsoren CSB System AG, Sportsfreund und der Siemens-Stiftung.

Nahe Naturwissenschaft

In einem Großteil der Klassenräume spielte sich an diesem Morgen einiges ab, und die Eltern hatten Gelegenheit, sich vom Experimentierdrang ihres Nachwuchses ein Bild zu verschaffen. Unter der Aufsicht der 16 Lehrer und Lehramtsanwärterinnen forschten die Sechs- bis Zehnjährigen in Sachen Naturwissenschaften.

Dabei spielte Wasser eine nicht unbedeutende Rolle, so probte die „Salzgruppe” die Herstellung von Salzwasser. Da wurde untersucht, wie Salz sich in Wasser auflöst und es wieder sichtbar gemacht wird. Flaschenfüllen war ein weiteres „Wasserexperiment” bei dem die Hände ohnehin immer nass wurden. Vanessa und Emelie ließen derweil Büroklammern in ein mit Wasser gefülltes Glas purzeln und mussten feststellen, dass das Glas nicht überlief. Die Oberflächenspannung erzeugte aber eine Wölbung auf der Wasseroberfläche.

Die Kinder der „Rotkohlgruppe” mischten Lebensmittelfarben so lange, bis sie die Farbe von Rotkohl erreicht hatten. „Schmeckt es süß, sauer oder seifig?”, überprüfen die jungen Experimentierer im selben Raum. Eveline löst dafür Zahnpasta in Wasser auf, und das schmeckte weder süß noch sauer. Lehrerin Sabine Oltmanns demonstrierte währenddessen vor Fiona, Sabine, Jonathan, Anabel und Lucas, wie eine dünne Zwiebelhaut unter dem Mikroskop aussieht. Diese Zwiebelhaut galt es dann zu malen - mit allen Feinheiten und Fasern.

In der „Raketengruppe” tauchten Jungs und Mädels mit Filzstiften bemalte Kaffeefiltertüten in Wasser. „Wenn die Farben verlaufen steht fest, dass die Filzstifte nicht wasserfest sind”, erklärte Sarah. Im Klassenraum gleich nebenan hämmerten einige Jungs Löcher in den Boden von Chipdosen, Was soll das? „Wir fertigen eine Lochkamera”, erzählten Sven und Sandro, und Referendarin Jessica Arck erläuterte: „Wenn man durch das Loch schaut und am anderen Ende eine Lupe vorhält, steht alles Kopf.”

Währenddessen baute die „Optikgruppe” von Dr. Paul Mohr Periskope aus Milchtüten. Durch das richtige Einbringen von zwei Spiegeln sowie einem „Guckloch” unten und einer Öffnung im oberen Viertel der Milchtüte wird der Blick an die Decke gelenkt. „Das ist so, als wenn man im U-Boot durch ein Sehrohr schaut”, so PaulMohr.

Wollten die Besucher alle Experimente mit den Kindern teilen, mussten sie sich beeilen, denn nach eineinhalb Stunden hatte das Forschen ein Ende. Die Kinder zeigten sich begeistert von der Projektwoche und würden gerne weitere Wochen für derart kreativen Unterricht tauschen.

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