Geilenkirchen: Flussviertelbürger: Angst vor Baustellenverkehr

Geilenkirchen: Flussviertelbürger: Angst vor Baustellenverkehr

120 Unterschriften hat die Bürgerinitiative „Flussviertel-Geilenkirchen“ gesammelt und mit ihren Forderungen Bürgermeister Thomas Fiedler vor der Sitzung des Stadtrates im Rathaus übergeben.

Der Rat solle, so die Initiative, der Erweiterung des Baugebietes in Hünshoven nur zustimmen, wenn der Bedarf nachgewiesen und nicht an anderer Stelle in der Stadt gedeckt werden könne. Eine echte Alternative solle geprüft werden. Der Baustellenverkehr für die Erschließung des Gebietes und für die Bebauung der Grundstücke solle keinesfalls durch die vorhandenen Wohngebiete führen.

„Neue Baugebiete sollten unseres Erachtens nach vom Pater-Briers-Weg aus erschlossen werden“, schlagen sie vor. Diese Baustraße könne später die Funktion einer Anwohnersammelstraße übernehmen.

Bürgermeister Thomas Fiedler versprach, die Vorschläge dem Bauamt zur sorgfältigen Überprüfung zu übergeben. „Es wird noch vor der endgültigen Beschlussfassung eine Bürgerbeteiligung geben“, versprach er eine halbe Stunde vor der Diskussion im Rat.

Bevor über den gemeinsamen Antrag von CDU und FDP, für einen Bereich nördlich des Flussviertels ein Bauleitplanverfahren einzurichten, abgestimmt wurde, erklärte FDP-Fraktionschefin Toska Frohn: „Wir haben die Bedenken der Bürger gehört und werden sie im Verfahren einfließen lassen. Es stellt sich ja die Frage, ob man die Baustraße anders führen kann.“

Auch SPD-Fraktionsvorsitzender Horst-Eberhard Hoffmann, der mit der Bürgerinitiative über Lösungen diskutiert hatte, war der Meinung, „dass der Erschließungsverkehr und später auch der Baustellenverkehr über den Wirtschaftsweg aus Richtung Pater-Briers-Weg ausgeführt werden sollte“.

Während Bürgerlisten-Fraktionschef Christian Kravanja ebenfalls Zustimmung signalisierte, stimmten die Grünen und der Linke Manfred Mingers gegen die Einleitung des Bauleitplanverfahrens, das eine Erweiterung des Baugebietes in Hünshoven ermöglicht.

(st)
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