Tradition: Flotte Flitzer beim Seifenkistenrennen in Apweiler am Start

Tradition : Flotte Flitzer beim Seifenkistenrennen in Apweiler am Start

Die St. Petri und Pauli Schützenbruderschaft Immendorf pflegt mit ihrem Seifenkistenrennen in Apweiler eine lange Tradition, die nach dem 2. Weltkrieg in Deutschland ihre Blütezeit erlebte.

Bundesmeisterschaften im Seifenkistenrennen waren in den 1950-er und 1960-er Jahren eine Attraktion, die von der Opel AG mit dem großen Opel-Preis zu einem nationalen Ereignis gemacht wurde.

Heute ist es um die Seifenkisten etwas ruhiger geworden. Doch auch im kleineren Kreis haben die Seifenkistenrennen vor allem für die teilnehmenden Rennfahrer nichts an Attraktivität eingebüßt. Die St. Petri und Pauli Schützenbruderschaft Immendorf war es auch bei ihrem 13. Seifenkistenrennen wieder gelungen, unter großer Beteiligung der Bevölkerung ein Rennereignis auf die Beine zu stellen, das sich sehen lassen konnte.

Schon Tage vor dem Ereignis war die Rennstrecke auf der Ederener Straße in Apweiler präpariert worden. Unzählige Heuballen mussten herbeigeschafft und entlang der Strecke aufgereiht werden, um den Streckenverlauf für Rennfahrer und Passanten zu sichern. Die knapp mannshohe Startrampe war am Ortseingang aufgebaut worden. Hier standen die flotten Renner aufgereiht, und die Fahrer warteten auf ihre Startfreigabe.

37 Teams mit jeweils zwei Fahrern hatten sich angemeldet. Mit tatkräftiger Unterstützung der zahlreichen Helfer wurden die Rennboliden auf den Scheitelpunkt der Rampe hochgeschoben. Dann durften die Fahrerinnen und Fahrer hinter dem Steuer Platz nehmen. Der spannendste Moment war sicher derjenige kurz vor dem Startsignal. Dann ging es mit der Hangabtriebskraft die Rampe runter auf den Asphalt der Ederener Straße.

Wenige Meter nach der Startlinie wartete schon die erste scharfe Kurve auf die Rennfahrer. Wie in den Anfangsjahren des Seifenkistensports werden die flotten Flitzer auch heute noch mit Hilfe von Lenkseilen über die starre Vorderachse gesteuert. Die sogenannte Drehschemellenkung beherrschten die Jungs und Mädels sicher, so dass die Ziellinie von fast allen mühelos in guten Zeiten erreicht wurde.

Lediglich ein Reifenplatzer machte Probleme. Einem anderen Rennfahrer ging ein Rad flöten. Glücklicherweise geschah diese Panne aber so kurz vor dem Ziel, dass der Fahrer mit seinem Dreirädchen noch die Ziellinie erreichen konnte. Ein fleißiger Traktorfahrer mit Spezialanhänger sorgte dafür, dass die Seifenkisten wieder vom Ziel zurück an den Start befördert wurden, um dem nächsten Rennfahrer zur Verfügung zu stehen.

Brudermeister Andreas Tegtmeyer nahm gemeinsam mit Ortsvorsteher Friedhelm Thelen am Ziel die Zeiten der Rennfahrer. Nach der Siegerehrung im Anschluss an die Wertungsläufe trafen sich die  Rennteilnehmer, Helfer, Organisatoren und Zuschauer zur After Race Party.

In den verschiedenen Klassen ergaben sich folgende Platzierungen – Schülerteam: 1. Hannah Lentzen und Laura Mertens, 2. Clemens Schäfer und Henry Mohr, 3. Gereon Scheeren und Corvin Schieren; Jugendteam: 1. Peter Lentzen und Mara Ritzerfeld, 2. Jan Gregorius und Fabian Schmidt, 3. Alexander Pütz und Florian Beuth; Seniorenteam: 1. Gerd Maibaum und Ulrich Gregorius, 2. Tim Maibaum und Jan Gregorius, 3. Svenja Schäfer und Ben Schäfer; Funteam: 1. Ewald Kratzke und Jessica Schröder-Thom, 2. Matthias Klee und Phillip Erkens. Den Damenpokal gewann Laura Mertens.  

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