Geilenkirchen: Feuerwehr: Vorbilder in ständiger Einsatzbereitschaft

Geilenkirchen: Feuerwehr: Vorbilder in ständiger Einsatzbereitschaft

Es war eine „angenehme Pflicht“ für Bürgermeister Georg Schmitz, insgesamt neun Feuerwehrkameraden der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt zu ehren. „Seit eh und je war und bin ich mit der Feuerwehr freundschaftlich verbunden und rede deshalb fast alle Feuerwehrleute mit einem vertraulichen Du an“, so Schmitz.

„Das möchte ich selbstverständlich auch als Bürgermeister so beibehalten.“ Mit den Klängen der „Oldy Brass Band“ im Rücken, lobte Schmitz im Bürgersaal von Haus Basten die besonderen Leistungen der freiwilligen Einsatzkräfte, die löschen, retten, bergen und schützen. Er hob uneigennütziges Handeln für das Allgemeinwohl, Vorbildfunktion, ständige Verfügbarkeit, hohen Ausbildungsstand, die Zurückstellung persönlicher Interessen und die Inkaufnahme persönlicher Risiken für Leben und Gesundheit hervor.

„Für die Stadt Geilenkirchen ist es daher eine besondere Verpflichtung, die Menschen, die den Feuerschutz in unserer Stadt sicherzustellen, umfassend zu unterstützen“, schloss der Verwaltungschef. Eine solide Schutzausrüstung, moderne Geräte wie das neue HLF 10 für die Löscheinheit Teveren oder der Auftrag für ein Löschgruppenfahrzeug LF 10 für die Löscheinheit Würm aus dem September waren nur einige Beispiele dafür.

Dennoch sei die sachliche Ausstattung nur die eine Seite der Medaille, mindestens ebenso wichtig sei die fachliche Ausbildung und die Menschen, die für ihr Tun einstehen. „Es ist gut zu wissen, dass es neben jungen Einsatzkräften immer wieder Feuerwehrleute gibt, die auf einen jahrzehntelangen aktiven ehrenamtlichen Dienst zurückblicken können, und auf deren Erfahrung man bauen kann“, so Schmitz.

Dann erhielt Hauptfeuerwehrmann Ralph Weber von der Löscheinheit Tripsrath-Niederheid für 25-jährige aktive Tätigkeit das Feuerwehrehrenzeichen in Silber. Das Ehrenzeichen in Gold gab es an diesem Abend für Oberfeuerwehrmann Josef Schieren von der Löscheinheit Beeck, in Abwesenheit für Gerhard Ramacher von der Löscheinheit Tripsrath-Nieder-heid, Hauptfeuerwehrmann Alfred Jung von der Löscheinheit Tripsrath-Niederheid und Brandoberinspektor Franz-Josef Alshut von der Löscheinheit Prummern.

Die schon in die Ehrenabteilung überstellten Kameraden Hauptfeuerwehrmann Heinz Hennen von der Löscheinheit Tripsrath-Nieder-heid und Unterbrandmeister Siegfried Kuhnert von der Löscheinheit Gillrath-Hatterath wurden durch den stellvertretenden Kreisbrandmeister Claus Vaehsen mit der Sonderehrung für 50 Jahre in der Feuerwehr durch den Feuerwehrverband Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet.

Ebenfalls eine Sonderehrung des Verbandes erfuhr Oberbrandmeister Martin Ollertz von der Löscheinheit Beeck, der seit 60 Jahren Angehöriger der Feuerwehr ist. Nicht nur die lange Treue, sondern auch die Bereitschaft, im Einsatzfall kostbare Freizeit mit der Familie, auch am Wochenende und nachts zu opfern, lobte Vaehsen ganz besonders. „Was wäre ein Feuerwehrangehöriger, wenn nicht die ganze Familie hinter diesem Ehrenamt stehen würde?“, fragte er abschließend.

Das konnte der nun ehemalige Stadtbrandinspektor Hans-Hubert Plum sicherlich gut beantworten. Er wurde für seinen unermüdlichen Einsatz im Sinne der Feuerwehr durch Georg Schmitz und Stadtbrandinspektor Michael Meyer zum Ehrenstadtbrandinspektor ernannt, und ergänzt mit Ehrenstadtbrandmeister Christian Plum die Spitze der Ehrenabteilung der Freiwilligen Feuerwehr in Geilenkirchen.

47 Jahre war Hans-Hubert Plum aktiv bei der Feuerwehr, war über 30 Jahre Schirrmeister für die Kraftfahrzeuge der Wehr, über Jahrzehnte Ausbilder und durchlief die Wehrleitung vom Zugführer bis zum stellvertretenden Kreisbrandmeister. „Dich auf ehrenamtlicher Basis zu ersetzen, erscheint mir so gut wie unmöglich“, lobte Schmitz.

Lob für alle Geehrten gab es abschließend auch von Stadtbrandinspektor Michael Meyer. „Eure langjährige Arbeit in der Feuerwehr ist für unsere Stadt, für unsere Mitmenschen, aber auch für uns von unschätzbarem Wert“, betonte Meyer. Ohne den ehrenamtlichen Einsatz der Wehrleute wäre es um die Sicherheit der Bürger der Stadt nicht so gut bestellt, war er sicher. „Eure treuen Dienste und Verdienste, Euer Können und Eure Fähigkeiten traten nach außen hin dabei nur selten in Erscheinung und wurden daher leider allzu wenig honoriert und rasch vergessen“, schloss er.

Und auch die städtischen Vertreter erfuhren Lob von Seiten der Feuerwehrführung. „Sie waren in den vergangenen Jahren — trotz schwieriger Haushaltslage — um die Verbesserung und Modernisierung der persönlichen und sächlichen Ausstattung unserer Feuerwehr bemüht“, hob Meyer hervor und wünschte sich eine Fortführung dieser Arbeit auch unter dem neuen Bürgermeister.

(mabie)
Mehr von Aachener Zeitung