Fans feiern Daniel Bulabula in Übach-Palenberg

Übacher Boxnacht : 700 Zuschauer feiern Daniel Bulabula

Volltreffer! Die 1. Übacher Boxnacht wurde zu einem vollen Erfolg, und das ist dem großen Engagement von Daniel Bulabula zu verdanken. Dabei war gerade er es, der im letzten Kampf des Abends für große Spannung sorgte: Es war denkbar knapp zwischen ihm und Samet Jasar.

Nach seinem Wiedereinstieg in den Profi-Boxsport war es aber am Ende der dritte Sieg im dritten Kampf. Das letzte Gefecht, das gegen seine Geschwister und Freunde, die nach dem Sieg in den Ring stürmten, konnte er nicht gewinnen. Zu groß war die Freude bei allen, als sich die Anspannung nach den sechs Runden, in denen Daniel Bulabula einiges einstecken musste, löste.

Genau das hatte wohl Detlef Dieckmann, Trainer bei der Boxabteilung des VfR, geahnt: „Daniel hat sich um vieles rund um diese große Veranstaltung selber gekümmert. Hoffentlich ist ihm da genug Zeit geblieben, sich intensiv auf seinen Kampf vorzubereiten.“

Wie gut es um die Nachwuchsarbeit der Palenberger Boxer bestellt ist, zeigt die Kampfbilanz der vier Jugendlichen, die allesamt siegten und natürlich von einem aufgeregten Detlef Dieckmann am Ring betreut wurden. Frank Kilian, Enes Kolxigit, Kabadagi Serhat Kadir und Nurek Sukiasjan wurden vom Trainer gelobt. Wolfgang Jungnitsch, erster Bürger in Übach-Palenberg, zeigte sich begeistert von dem Gebotenen. „Daniel hat der Boxstadt Übach-Palenberg wieder Leben eingehaucht“, lobt der Schwimmer und Boxfreund.

Dass auch Georg Schmitz, Jungnitschs Geilenkirchener Bürgermeister-Kollege und Freund von Daniel Bulabula (der Name Bulabula ist kein Künstlername), mit von der Partie war, lag daran, dass der Boxer in Geilenkirchen wohnt und Schmitz ihm extra für den Einmarsch eine Geilenkirchener Fahne besorgt hatte. „Übach-Palenberg ist einfach eine Boxstadt, die Nachfrage nach diesem Sport ist groß“, erinnerte Bulabula an die 60-er Jahre, als auch schon in der Waschkaue gekämpft wurde.

Zwei außergewöhnliche Ringrichter fand man rund um die Arena. Zum einen den ehemaligen Bundesligaschiedsrichter Bernd Heynemann, der im Boxsport jetzt ein paar Mal im Jahr aushilft. Auf der anderen Seite ein Paul Schwendemann, der, 80-jährig, für den BC Kohlscheid unterwegs ist und bei knapp 500 Einsätzen rund 5000 Kämpfe gesehen hat.

Als Ringsprecher des Abends trat Thomas Bielefeld an. Reden und Entertainment sind seine Profession. Wenn eines der zahlreichen Autos, die unbedingt weggefahren werden mussten, nicht zeitnah verschwanden, bot er den Haltern an, „das von ein paar starken Jungs erledigen zu lassen!“

Platz brauchte ein Rettungswagen nach dem Kampf zwischen Alexander Frank aus Magdeburg und dem Ukrainer Roman Golovashchenko. Ohne direkte Einwirkung des Deutschen kippte der Gast um und klagte über massive Schmerzen in der Brust. Am 8. September hatte sich Alexander Frank gegen den erfahrenen Zoltan Petranyi den vakanten Weltmeistertitel der Boxorganisationen UBO und WBCA geholt und so durch technischen KO in Übach-Palenberg verteidigt.

Es ging ganz eng zu im Kampf zwischen Samet Yasar und Lokalmatador Daniel Bulabula. Foto: Karl-Heinz Hamacher

Pascal Wolters aus Übach-Palenberg siegte klar gegen Sammy Zade aus Köln. Bei den Damen profitierte Annika Taielke aus Köln von der Aufgabe ihrer Gegnerin Jenny Somodis aus Dinslaken. Juri Frank, Boxfreunde Magdeburg, siegte gegen Dzianis Krasnaduban aus Georgien. Dann begannen die Martin-Houben-Festspiele in der Waschkaue. Völlig austrainiert und siegessicher ließ er Edi Sejdinovic aus Slowenien keine Chance und siegte nach vier Runden.

War das heimische Publikum schon bei Houben außer Rand und Band, kam beim Hauptkampf von Samet Yasar gegen Daniel Bulabula noch dessen Familie hinzu, die für beste Stimmung sorgte.

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