Geilenkirchen: Familienzentrum NRW „Triangel“ feiert kunterbuntes Sommerfest

Geilenkirchen: Familienzentrum NRW „Triangel“ feiert kunterbuntes Sommerfest

„Ein kunterbuntes Familienfest“ hatte das Familienzentrum „Triangel“ versprochen, und in der Tat konnten sich Groß und Klein über ein abwechslungsreiches Programm freuen.

Birgit Roye, Leiterin der Einrichtung, hieß die zahlreich erschienenen Gäste herzlich willkommen, unter ihnen Bürgermeister Georg Schmitz sowie Mitglieder des Vorstandes und der Geschäftsführung der Lebenshilfe. Roye betonte, dass dieser Tag der Abschluss der Zertifizierungsphase von „Triangel“ für das „Familienzentrum NRW“ sei. Seit vergangenem Jahr seien dafür Ziele und Aufgaben der integrativen Kindertagesstätte erweitert worden, und es gäbe nun Beratung in Erziehungsfragen, Elterntreffs sowie Tanz- und Musikprojekte. Besonderes Augenmerk sei — neben dem inklusiven Ansatz — auf die Unterstützung von Eltern sowie die Sprachförderung von Kindern gelegt worden.

Bessere Bedingungen schaffen

Monika Kohnen, Mitglied des Vorstandes der „Lebenshilfe Heinsberg“, begrüßte ebenfalls die Anwesenden und hob hervor, dass dies ein „Fest für die Familie“ sei. Diese stehe bei ihrem Verein, der von Eltern geführt werde, auch nach 50-jährigem Bestehen stets im Mittelpunkt. Damals hätten sich Familien zusammengeschlossen, um bessere Bedingungen für die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben mit ihren behinderten Kindern zu schaffen. „Kinder können sich am besten in Familien entwickeln“, erklärte sie, „und wir wollen eine große Lebenshilfe-Familie sein!“

Leider spielte nun das Wetter nicht mehr mit, und es begann zu regnen, doch Erzieher Mike Schmidt sowie Kinder der Einrichtung und der Chor „Da Capo“ ließen es sich nicht nehmen, auf einer überdachten Tribüne den eigens für den 50. Geburtstag der Lebenshilfe komponierten Song „Jeder soll glücklich sein“ klangschön zu Gehör zu bringen, während ihre Zuhörer unter einem Baldachin Zuflucht suchten. Mit „We are the world“, „Mama Mia“ und vielen weiteren Ohrwürmern setzte als Nächstes „Da Capo“ unter Leitung von Helmut Kranz schwungvoll musikalische Akzente, vortrefflich begleitet am Keyboard von Christoph Manuel Jansen, Mitglied des bekannten Duos „Juke-Box Modus“. Hierbei schienen die Zuschauer den Regen fast zu vergessen, denn sie klatschten fröhlich mit und spendeten nach jedem Lied reichlich Applaus.

Im Inneren der Einrichtung wartete sodann die marokkanische Perkussionistin Fatima Deckers mit sage und schreibe 28 Trommeln auf die Besucher. „Das Musizieren darauf habe ich seit meiner Kindheit gelernt“, erzählte sie und witzelte: „Ich bin mit einer Trommel geboren!“ Eindrucksvoll bewies die seit 24 Jahren in Deutschland lebende Künstlerin ihr Talent, indem sie gleich mehreren Trommeln auf einmal mitreißende, afrikanische Rhythmen entlockte und sich dabei mit fast akrobatischen Bewegungen — teils wie eine Limbo-Tänzerin — im Takt bewegte.

Schnell erlagen Groß und Klein ihrer Faszination und trauten sich, mit eigenen Händen die Bass-, Rahmen-, indischen und schamanischen Trommeln, Kongas, Cajóns, Djemben, Darbukas, Rasseln sowie ein Xylofon zu „bearbeiten“, so dass innerhalb kürzester Zeit eine Riesenstimmung im Erdgeschoss herrschte. „Mit Musik verstehen wir uns — Musik bringt uns zusammen!“, strahlte Deckers.

Nachdem sich alle tüchtig „ausgepowert“ hatten, schlug die Stunde der munteren „Kita-Tanzmäuse“, die mit ihrem kessen „Katzentanz“ im Nu die Herzen von Jung und Alt eroberten und stürmischen Beifall ernteten. Kaum geendet, bauten 16 Mitglieder der Aachener „West Big Band“ ihre Instrumente und Notenständer auf und ließen es mit einer grandiosen Performance und fetzigen Melodien richtig „krachen“, was die Zuschauer mit begeistertem Applaus honorierten.

Nach so viel Musik und Tanz konnten sich die Kinder bei einem Glücksrad vergnügen und schöne Preise gewinnen, während die Erwachsenen das Kuchenbuffet zu einer Stärkung verlockte. Hier waren auch Geschäftsführer Edgar Johnen und Bürgermeister Georg Schmitz anzutreffen, und Johnen konstatierte zufrieden, dass sich die „Lebenshilfe“ in Geilenkirchen bestens integriert und „wie zu Hause“ fühle. Einrichtungsleiterin Roye pflichtete ihm bei und freute sich über das „gelungene Fest — es war wie bei einer großen Familie!“

Mehr von Aachener Zeitung